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    Walmerod

    Erste U 16-Party im Kreis geplant

    Wer eine attraktive Jugendarbeit leisten will, muss sich ständig auf Neues einlassen. Marion Schmidtke baut dabei auf Kooperation und vielfältige Begegnungsmöglichkeiten, aber auch auf verpflichtende Verantwortlichkeit.

    Einen enormen Ansturm finden die Ferienangebote der VG Wallmerod: 2007  hieß das Motto 14Tage lang "Indianer", ein Jahr später ging es um die  Nibelungen, dann folgte 2009 "Tierisch gut", und in diesem Sommer folgt  "Feuer, Wasser, Erde und Luft". Das Programm enthält auch Tagesausflüge  oder eine richtige Wasserschlacht. Am letzten Tag dürfen die Kinder in  Zelten übernachten. Viele erleben die Natur so hautnah zum ersten Mal.
    Einen enormen Ansturm finden die Ferienangebote der VG Wallmerod: 2007 hieß das Motto 14Tage lang "Indianer", ein Jahr später ging es um die Nibelungen, dann folgte 2009 "Tierisch gut", und in diesem Sommer folgt "Feuer, Wasser, Erde und Luft". Das Programm enthält auch Tagesausflüge oder eine richtige Wasserschlacht. Am letzten Tag dürfen die Kinder in Zelten übernachten. Viele erleben die Natur so hautnah zum ersten Mal.

    Walmerod - Wer eine attraktive Jugendarbeit leisten will, muss sich ständig auf Neues einlassen. Marion Schmidtke baut dabei auf Kooperation und vielfältige Begegnungsmöglichkeiten, aber auch auf verpflichtende Verantwortlichkeit.

    Auf Kooperation und Miteinander setzt Marion Schmidtke in ihrer Arbeit als Jugendpflegerin der Verbandsgemeinde Wallmerod. Seit zehn Jahren ist sie in diesem Metier tätig - zunächst ehrenamtlich, dann, seit März 2002, hauptamtlich.

    "Die Arbeit steht und fällt mit den Jugendlichen", sagt die Diplom-Sozialarbeiterin mit Blick auf die Jugendräume in der Verbandsgemeinde. Aus Erfahrung weiß sie, dass es nötig ist, den Jugendlichen nicht allein die Verantwortung aufzubürden. "Wie sollen Gleichaltrige als Respektspersonen fungieren? Das kann nicht funktionieren!" Also begann Schmidtke, den Jugendlichen nicht nur bei der Antragstellung für Zuschüsse behilflich zu sein, sondern in den Orten spezielle Schulungen anzubieten, bei denen neben den Jugendlichen auch Erwachsene einbezogen wurden.

    "Jugendliche sollen ihre Freizeit selbst sinnvoll gestalten. Aber oft ist das mit Gewalt, Vandalismus, Alkohol verbunden", so die nüchterne Bilanz. Seit Erwachsene da verantwortlich mit ins Boot geholt wurden, sei das besser geworden. Dabei gehe es um eine positive soziale Kontrolle, weshalb es auch sinnvoll sei, einen Jugendraum nicht am Rande eines Ortes, sondern in dessen Mitte einzurichten. "Jugendräume sind wichtig. Und ganz klar: Das sind keine Wohnzimmer von putzwütigen Hausfrauen", betont Sozialarbeiterin Marion Schmidtke.

    Verschiedene Gruppen

    In großen Ortsgemeinden mit mehr als einer "Handvoll Jugendlicher" seien zwei verschiedene Gruppen typisch: Junge Leute, die sich sehr engagieren, auch in Vereinen, und Leistung bringen wollen. Allerdings kämen die selten in die Jugendräume. Die anderen würden sich nirgendwo einbinden, sich nicht verpflichten wollen - eine Haltung, die in der Gesellschaft insgesamt zu beobachten sei. "Das muss nicht negativ sein, solange sich das nicht gegen andere richtet", betont Schmidtke.

    Neben der dezentralen Jugendarbeit bietet Schmidtke ein Jahresprogramm für die gesamte VG an. "Was sich darin seit zehn Jahren gehalten hat? Konsequent nichts! Es verändert sich immer viel", so die Jugendpflegerin, die in die Planung auch Ideen von jungen Leuten einfließen lässt. So veranstaltete sie beispielsweise im vergangenen Jahr einen speziellen Kochkurs, der - nach dem Besuch bei Starkoch Johann Lafer - mit einem Vier-Gänge-Menü für die Eltern gekrönt wurde.

    Vielfalt als Programm

    Das Jahresprogramm 2010 fußt auf vier Säulen: Tagesfahrten, Freizeiten, internationale Jugendarbeit und Familienangebote. Sehr gut angenommen werden seit 2007 die speziellen Ferienangebote: 14 Tage Ganztagsbetreuung für Kinder (erstes bis sechstes Schuljahr) in Kooperation mit dem Schützenverein Tell (Hundsangen), die in jedem Jahr unter einem speziellen Motto stehen. Mitmachen können alle Mädchen und Jungen, die in der VG wohnen. Hatte Schmidtke bei der Premiere mit 50 Anmeldungen gerechnet, waren es damals schon 100 "Ferienkinder", im Jahr darauf 150, 2009 dann 125, und dieses Jahr haben sich 113 angemeldet.

    Sehen lassen kann sich auch die internationale Jugendarbeit in Wallmerod: Mehrfach waren Musikgruppen aus Afrika zu Gast, und wiederholt waren Jugendliche aus Japan im Rahmen des Sport-Simultanaustauschs da - Begegnungen, denen Reisen junger Westewälder aus der VG nach Japan folgten.

    Eine neue Idee ist die erste U 16-Party am 8. Mai in Ettinghausen. "Wenn die gut läuft, dann könnte im Herbst die zweite Veranstaltung dieser Art in Hundsangen stattfinden", so Schmidtke. Sie wünscht sich, dass künftig Vereine im Vorfeld ihrer Samstagsdiscos am Freitag ebensolche U 16-Veranstaltungen anbieten.

    Nach zehn Jahren Jugendarbeit ist es Zeit, sich ein neues Gesicht zu geben, so die Jugendpflegerin: Geplant ist eine neue interaktive Jugendseite. Dafür wird ein neues Logo gesucht, über das die Jugendlichen dann selbst abstimmen können.

       Angela Baumeier

     Das neue Jugendportal ist zu finden unter www.vg4me.de.

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