40.000

FrankfurtBeckett am Schauspiel Frankfurt: Warten auf gutes Theater

Wolfgang M. Schmitt

Es muss ein irritierendes, ja, erschütterndes Erlebnis gewesen sein, als 1954 Fritz Kortner mit Heinz Rühmann und Ernst Schröder in den Hauptrollen Samuel Becketts „Warten auf Godot“ in den Münchner Kammerspielen auf die Bühne brachte. Dort, wo seit Jahrzehnten Sinn hergestellt wurde, zeigte man nun ein Stück über die Abwesenheit von Sinn. Über die Absurdität des Daseins, darüber, dass Godot, der für das Sinnhafte, das Metaphysische, sogar für Gott selbst oder zumindest für etwas sehr Bedeutsames stehen kann, einfach nicht kommt. Auch zum Schluss nicht. Das Stück ist zwar zu Ende, doch das Warten geht weiter. Beckett erschütterte nicht nur in München, nicht nur in ganz Deutschland, sondern überall, wo sein Stück aufgeführt wurde.

Die Bühnen damals waren Sinnfabriken, die Bedeutung wie am Fließband produzierten, Beckett ließ angesichts des Holocaust und des Zweiten Weltkriegs die Maschinerie zwar weiterrattern, aber auf geniale Art und Weise ...

Lesezeit für diesen Artikel (761 Wörter): 3 Minuten, 18 Sekunden
Jetzt weiterlesen

Sie sind bereits Abonnent der Zeitung und haben noch keine Zugangsdaten? Hier kostenlos registrieren

 

Alle Angebote im Überblick.

Fragen? Wir helfen gerne weiter:
Telefonisch unter 0261/9836-2000 oder per E-Mail an: aboservice@rhein-zeitung.net

Kultur
Meistgelesene Artikel
Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik
Claus Ambrosius 

Leiter Kultur

Claus Ambrosius

 

Kontakt per Mail

Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik

Redakteurin Kultur

Anke Mersmann

 

Kontakt per Mail

Anzeige
Event-Kalender
Veranstaltungstipps

Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!