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Mit Hajos Fähre zur Burgruine Rheingrafenstein

Bad Kreuznach/Bad Münster-Ebernburg. Sie sind gern auf Wanderschaft? Dann bietet das Nahetal jede Menge Routen. Einer der schönsten Wege ist die Tour zum Rheingrafenstein. Parken im Salinental und in Bad Münster, runter an den Fluss zu Hajos Fähre. Dort wartet Hans-Joachim Gellweiler, der Einzige in Rheinland-Pfalz, wenn nicht sogar bundesweit, der seine Gäste von Hand über die Nahe zieht.

Bereits die Naheüberquerung mit Hajos Fähre ist ein einzigartiges Erlebnis. Danach geht's durchs Huttental rauf zur Burgruine Rheingrafenstein. Foto:
Bereits die Naheüberquerung mit Hajos Fähre ist ein einzigartiges Erlebnis. Danach geht's durchs Huttental rauf zur Burgruine Rheingrafenstein.
Foto:

Von Stephan Brust

Allein das ist schon ein Erlebnis. Auf der anderen Seite geht's bergauf – durchs Huttental bis zur Spitze des Rheingrafensteins und zur Burgruine. Gut zu schaffen. Auch für Familien. Selbst mit Kinderwagen machbar, wobei – ganz ehrlich – der Weg dafür nicht gerade prädestiniert ist. Dennoch: Der Schweiß lohnt sich. Denn oben angekommen, entschädigt schon ein Blick von der Burgruine Rheingrafenstein weit übers Nahetal und zur gegenüberliegenden Ebernburg. Die Burg Rheingrafenstein wurde vermutlich im 11. bis 12. Jahrhundert von den Emichonen (Nahegaugrafen) gebaut.

Mit Sicherheit gilt: Sie ist die Stammburg der Ritter vom Stein, der späteren Wild- und Rheingrafen, und verblieb bis zur Französischen Revolution in ihrem Besitz. 1196 nannte sich Wolfram von Stein erstmals "Rheingraf", daher auch der Name der Burg. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde sie von Spaniern und Schweden erobert und schließlich im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1688 von Truppen des französischen Generals Mélac zerstört. Übrig geblieben sind noch wenige Teile des Berings, ein Gewölbekeller sowie die Grundmauern des ehemaligen Treppenturms. Eine Treppe führt durch den Felsen zu einer Aussichtsplattform.

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