Cape Canaveral (dpa) – Die krisengeplagte bemannte Mondmission «Artemis 2» könnte nun möglicherweise im April starten. Für den Start der Mission, mit der erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder Menschen in die Nähe des Mondes fliegen sollen, werde nun der 1. April anvisiert, sagte Nasa-Managerin Lori Glaze bei einer Pressekonferenz. Im Anschluss gebe es weitere Startmöglichkeiten bis zum 6. April.
Eine umfassende Untersuchung habe ergeben: «Unser Team und unsere Hardware sind bereit», sagte Glaze. Gesichert sei ein Start im April aber nicht. Bis dahin gebe es noch viel Arbeit und alles müsse nach Plan laufen.
Raketensystem soll nächste Woche zurück auf den Startplatz
Zunächst muss das rund 100 Meter hohe Raketensystem – bestehend aus der Rakete «Space Launch System» und der «Orion»-Kapsel – von der Werkshalle, wo es für Reparaturen hin zurückgebracht worden war, wieder auf den Startplatz auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gebracht werden. Dafür werde der 19. März angepeilt.
Mit der auf etwa zehn Tage angelegten «Artemis 2»-Mission sollen die US-Astronauten Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman sowie ihr kanadischer Kollege Jeremy Hansen um den Mond herum fliegen. Zuletzt waren US-Astronauten 1972 auf dem Mond gewesen. Ursprünglich hatte die Nasa den Start von «Artemis 2» für Anfang Februar anvisiert, dann für März. Bei Tests waren dann allerdings zahlreiche technische Probleme aufgetaucht, unter anderem mit der Helium-Zufuhr.
© dpa-infocom, dpa:260312-930-809262/1

