Angeschlagene Warenhauskette
Städtetag fordert Mitsprache bei Galeria-Filialen
Galeria in Köln
Angeschlagene Kette Galeria: «Abwärtsspirale» für die betroffenen Innenstädte? (Archivbild)
Rolf Vennenbernd. DPA

Der Deutsche Städtetag fordert Galeria auf, Kommunen bei den Gesprächen zur Zukunft der Filialen einzubinden. Ihr Hauptgeschäftsführer warnt außerdem vor einer «Abwärtsspirale» für Innenstädte.

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Berlin (dpa) – 33 Standorte der Warenhauskette Galeria stehen auf dem Prüfstand – der Deutsche Städtetag fordert vom Unternehmen jetzt, die betroffenen Kommunen in die Gespräche zur Zukunft der Filialen einzubinden. «Schon in der Vergangenheit hat sich das bewährt, um passende und individuelle Lösungen für die Standorte und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden», sagte der Hauptgeschäftsführer des Städtetags, Christian Schuchardt, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Jeder Standort stehe dabei vor individuellen Herausforderungen. Schuchardt forderte im Falle von Filialschließungen auch zügige und schlüssige Konzepte für eine Folgenutzung und warnte ansonsten vor einer «Abwärtsspirale» für die betroffenen Innenstädte.

Galeria hatte am Mittwoch angekündigt, 33 der 83 Standorte auf ihre Rentabilität zu prüfen und möglicherweise zu schließen. Unter anderem wolle der Konzern mit Vermietern über Mietkonditionen und Flächenanpassungen verhandeln.

Der Konzern, der rund 12.000 Menschen beschäftigt, hatte Anfang 2024 zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren Insolvenz angemeldet. Grund dafür war unter anderem die finanzielle Schieflage des Mutterkonzerns Signa. Im Sommer 2024 wurden neun Standorte geschlossen. Seitdem gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz.

© dpa-infocom, dpa:260723-930-429604/1

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