Streit um EU-Verbrennerverbot
IG Metall fordert weitere Lockerung beim Verbrenner-Aus
IG Metall sieht sich bei Betriebsratswahlen bestätigt
IG-Metall-Chefin Benner fordert mehr Flexibilität beim Verbenner-Aus. (Archivbild)
Hannes P Albert. DPA

Die von der EU-Kommission vorgeschlagene Abschwächung beim Verbrennerverbot reicht der größten deutschen Gewerkschaft nicht aus. Hintergrund ist die Krise bei Autoherstellern und Zulieferern.

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München/Frankfurt (dpa) – Angesichts der Krise bei Autoherstellern und Zulieferern fordert IG-Metall-Chefin Christiane Benner eine weitere Lockerung des Verbrenner-Verbots. Ihre Gewerkschaft wolle Perspektiven für die Beschäftigten in der Autoindustrie, insbesondere bei Zulieferern, sagte Benner der «Automobilwoche».

«Dafür brauchen wir mehr Flexibilität, als es der Entwurf der EU-Kommission bislang vorsieht», wird Benner zitiert. «Ich würde liebend gern einen klareren Kurs Richtung Elektro fahren. Aber ich sehe auch, was mit den Arbeitsplätzen in der Automobil- und vor allem in der Zulieferindustrie passiert.»

Die EU-Kommission hatte im Dezember vorgeschlagen, auch nach 2035 in der EU Autos mit Verbrennungsmotor neu zuzulassen – eine Abkehr vom eigentlich ausgehandelten Verbrenner-Aus. Künftig soll es Ausnahmen geben, wonach nur noch bis zu 90 Prozent CO2 im Vergleich zum Basisjahr 2021 eingespart werden müssen.

Benner sagte, entscheidend sei nun, dass jetzt und in den kommenden Jahren Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Reichweitenverstärker noch eine ausreichende Chance auf Marktanteile bekämen. Dies würde insbesondere den Zulieferern helfen.

© dpa-infocom, dpa:260403-930-902843/1

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