Frankfurt/Main (dpa) – Bei der Lufthansa-Tochter City Airlines werden die Kabinenbeschäftigten künftig vor eine ungewöhnliche Wahl gestellt. Sie können entscheiden zwischen einer betrieblichen Altersversorgung oder einer sofortigen Auszahlung des eingesetzten Geldes. Den Abschluss eines entsprechenden Tarifvertrags bestätigten das Unternehmen und die Gewerkschaft Verdi.
Darin wurde vereinbart, dass die Fluggesellschaft zusätzlich zum regulären Gehalt fünf Prozent des individuellen Einkommens in eine Unterstützungskasse einzahlt, aus der später Betriebsrenten gezahlt würden. Die Beschäftigten können aber auch die sofortige Auszahlung wählen. Das Bruttogehalt steigt dann auf 105 Prozent, von dem noch Steuern und Sozialabgaben abgezogen werden.
Man schaffe eine «bedarfsgerechte und innovative Lösung, die den individuellen Lebenssituationen der Mitarbeitenden Rechnung trägt», erklärte ein Sprecher des Lufthansa-Konzerns. Verdi-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky sagte: «Mit der Wahloption gehen wir in der Lufthansa Group innovative Wege und schaffen individuell zugeschnittene Lösungen für die Beschäftigten.» Bei der weiteren Lufthansa-Tochter Discover müsse die Arbeitgeberseite ihr Angebot zur betrieblichen Altersversorgung hingegen noch deutlich nachbessern, forderte Reschinsky.
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