Verluste der Sozialdemokraten
Schröder-Köpf schlägt Rehlinger als neue SPD-Chefin vor
Doris Schröder-Kopf (SPD)
Mit Doris Schröder-Kopf (SPD) fordert eine prominente Landtagsabgeordnete Konsequenzen an der Spitze der eigenen Partei. (Archivbild)
Shireen Broszies. DPA

Erste Stimmen aus der Partei verlangen nach den Niederlagen der SPD bei den Landtagswahlen einen Neuanfang – und zwar ganz oben.

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Hannover (dpa) – Die niedersächsische Landtagsabgeordnete Doris Schröder-Köpf (SPD) fordert unmittelbar nach der SPD-Wahlniederlage in Rheinland-Pfalz einen kompletten Wechsel an der Spitze ihrer Partei. «An der SPD-Spitze sehe ich – als alleinige Vorsitzende – die erfolgreiche Ministerpräsidentin Anke Rehlinger», sagte Schröder-Köpf dem «Spiegel» mit Blick auf die saarländische Ministerpräsidentin. Derzeit sind die Bundesminister Lars Klingbeil (Finanzen) und Bärbel Bas (Arbeit und Soziales) Co-Vorsitzende der SPD.

Dass Rehlinger nicht dem Kabinett angehört, sei in der jetzigen Situation ein Vorteil, sagte Schröder-Köpf, die zwar bundesweit bekannt ist, aber deren Einfluss in der Partei als gering gilt. Sie macht laut «Spiegel» demnach noch weitere Vorschläge für eine Neuausrichtung der Partei: Klingbeil solle auch den Posten des Vizekanzlers an Verteidigungsminister Boris Pistorius, mit dem Schröder-Köpf mehrere Jahre liiert war, abtreten. Schröder-Köpf verwies auf die guten Umfragewerte von Pistorius, der als beliebtester deutscher Politiker gilt.

© dpa-infocom, dpa:260322-930-851446/1

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