Karibikstaat
Trump: Könnte zu «friedlicher Übernahme» Kubas kommen
US-Präsident Trump
«Es könnte durchaus zu einer friedlichen Übernahme Kubas kommen», sagt US-Präsident Trump - und lässt viele Fragen offen.
Alex Brandon. DPA

Das Verhältnis zwischen den USA und Kuba ist angespannt. Washington übt erheblichen Druck auf den Karibikstaat aus. US-Präsident Trump zufolge befindet sich das Land «in großen Schwierigkeiten».

Lesezeit 1 Minute

Washington (dpa) – Inmitten der Spannungen zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten bringt US-Präsident Donald Trump eine «friedliche Übernahme» Kubas ins Spiel. Havanna verhandle derzeit zwar mit Washington, sagte Trump in Washington, fügte jedoch hinzu: «Es könnte durchaus zu einer friedlichen Übernahme Kubas kommen.» Ob Trump sich damit auf eine mögliche Annexion durch die USA bezog oder andere Staaten ebenfalls involviert wären, ging aus der knappen Antwort des Republikaners nicht hervor. Auch einen Zeitrahmen nannte er nicht.

Trump betonte, dass Kuba sich «in großen Schwierigkeiten» befinde. «Kuba ist, gelinde gesagt, ein scheiternder Staat.» Trump zeigte sich zuversichtlich, dass die USA «etwas sehr Positives» für die Bevölkerung des Inselstaates in der Karibik erwirken könnten.

Washington übt seit Wochen erheblichen Druck auf Kubas kommunistische Regierung aus. Seit Dezember erhält das Land kein Öl mehr aus Venezuela, da Trump eine vollständige Blockade für sanktionierte Öltanker mit Lieferungen aus dem südamerikanischen Bruderstaat anordnete. Danach drohte Trump mit Zöllen gegen Kubas Öllieferanten. Mittlerweile sollen bestimmte Sanktionen gelockert werden. Zusätzlich belastet werden die diplomatischen Beziehungen durch einen Schusswechsel zwischen kubanischen Grenzschützern und der Besatzung eines in den USA registrierten Schnellbootes, bei dem vier Menschen starben.

© dpa-infocom, dpa:260227-930-747203/1

Ressort und Schlagwörter

Politik

Top-News aus der Region