Kiew (dpa) - Russische Luftangriffe auf die Ukraine haben nach Angaben von Wolodymyr Selenskyj erneut Tote und Verletzte gefordert. In der Großstadt Saporischschja seien zwei Menschen getötet worden, schrieb der ukrainische Präsident in sozialen Netzwerken. Landesweit habe es 14 Verletzte gegeben. Er berichtete auch von Angriffen auf Kiew sowie die Gebiete Odessa, Sumy, Charkiw, Poltawa, Mykolajiw und Winnyzja.
Im Tagesverlauf griff die russische Luftwaffe die Stadt Sumy im Nordosten der Ukraine an. Dabei kamen nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen ums Leben. Die Zahl der Verletzten wurde mit mindestens sechs angegeben. In Dnipro starben zwei Personen bei einem russischen Luftangriff. Weitere zwei Bewohner der Stadt wurden bei der Attacke verletzt, berichtete der regionale Militärverwalter Oleksander Hanscha auf Telegram.
«Es ist wichtig, dass unsere Partner nicht vergessen: Russland eskaliert jeden Tag», erklärte er. Deshalb seien härtere Sanktionen der USA und der EU nötig. Selenskyj bestätigte ukrainische Drohnenangriffe auf die Raffinerie von Ilski im südrussischen Gebiet Krasnodar und eine Rüstungsfabrik im Gebiet Rostow.
Am Freitag waren bei russischen Drohnenangriffen auf die Hauptstadt Kiew 7 Menschen getötet und 59 verletzt worden. Der russische Präsident Wladimir Putin drohte bei einem Auftritt in St. Petersburg mit noch härteren Schlägen gegen die Ukraine. Er stellte dies als Reaktion auf einen großen ukrainischen Drohnenangriff auf Moskau am Tag der russischen Parlamentswahl dar. Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen eine großangelegte russische Invasion.
Ukrainische Drohnenangriffe fordern ebenfalls Opfer
In der von russischen Truppen besetzten Region Cherson traf eine ukrainische Drohne ein Café. Dabei starben nach Angaben der Staatsagentur Tass zwei junge Frauen. Aus den Trümmern seien zwei Verletzte geborgen worden. In der südrussischen Stadt Belgorod traf eine ukrainische Drohne ein Auto. Zwei Insassinnen wurden verletzt, teilten die Behörden mit. Die Angaben ließen sich allesamt zunächst nicht unabhängig überprüfen.
© dpa-infocom, dpa:260926-930-747814/2

