Afrika-Reise
Papst spricht afrikanischer Jugend Mut zu
Papst Leo XIV. in Afrika - Kamerun
Papst Leo XIV. feiert in Kamerun die bislang größte Messe seiner Amtszeit.
Andrew Medichini. DPA

In Kamerun feiert Leo XIV. mit mehr als 100.000 Teilnehmern eine Messe - die größte seiner bisherigen Amtszeit. Er warnt davor, sich auf den Pfad von Gewalt zu begeben.

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Douala (dpa) – Auf seiner Afrika-Reise hat Papst Leo XIV. in einer Messe mit mehr als 100.000 Teilnehmern der afrikanischen Jugend Mut für die Zukunft gemacht. «Gebt dem Misstrauen und der Mutlosigkeit nicht nach», sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche bei dem Gottesdienst in Kameruns größter Stadt Douala. «Verweigert Euch jeder Art von Übergriffen und Gewalt, die schnellen Gewinn versprechen.»

Leo ging in seiner Predigt abermals auf die zahlreichen Konflikte sowie die großen Unterschiede zwischen Arm und Reich auf dem afrikanischen Kontinent ein. Dort gebe es aber auch viele Menschen, «die wie wir nach Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit hungern». An der Messe vor einem großen Stadion in Douala nahmen nach Schätzungen mehr als 120.000 Menschen teil. Viele hatten sich frühmorgens zu Fuß auf den Weg gemacht, um den Papst zu bejubeln.

Mehr Katholiken in Afrika als in Europa

Für Leo war es die bislang größte Messe in seiner fast einjährigen Amtszeit. Der westafrikanische Staat Kamerun ist für den ersten Pontifex aus den USA nach Algerien die zweite Station einer insgesamt elftägigen Afrika-Reise. Es folgen Angola und Äquatorialguinea.

Afrika gehört zu den Weltregionen, in denen die katholische Kirche wächst. Aktuell leben dort etwa 290 Millionen Katholiken – inzwischen sogar mehr als in Europa und viele davon in jungem Alter. Von den weltweit etwa 1,4 Milliarden Katholiken kommen inzwischen etwa ein Fünftel (20,3 Prozent) aus Afrika. Zu den großen Problemen des Kontinents gehört hohe Jugendarbeitslosigkeit.

© dpa-infocom, dpa:260417-930-957853/1

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