Athen (dpa) - Entspannung in Griechenland, Sorgen in den USA und den Niederlanden: Die Waldbrände westlich von Athen sind großteils gelöscht, auch wenn jederzeit neue Flammen befürchtet werden. In einem Naturgebiet im Osten der Niederlande wüten jedoch die Feuer unkontrolliert weiter. Auch im US-Bundesstaat Washington stehen alle Zeichen auf Alarm – ganze Wohngebiete wurden verwüstet.
Griechenland
Nachdem Hunderte Feuerwehrleute die vierte Nacht in Folge gegen die Flammen gekämpft haben, sind die Wald- und Buschbrände westlich von Athen weitgehend unter Kontrolle. Entwarnung gibt es jedoch nicht. Besonders kritisch sind einem Sprecher der Feuerwehr zufolge die heißen Mittagsstunden. «Gestern haben wir beobachtet, dass sich von Mittag an aus Glutnestern wieder Brände entwickelten, weil die Temperatur stieg und die Luftfeuchtigkeit abnahm», sagte Giannis Artopoios dem Sender ERTnews. Dieses Phänomen wolle man nun mit bis zu 30 Löschhubschraubern und -flugzeugen bekämpfen.
Problematisch sei die riesige Ausbreitung der ursprünglichen Brände, sagte Artopoios. In den ersten Tagen der Feuer hätten die äußerst starken Winde die Flammen rasend schnell vorangetrieben. Gleichzeitig sei wegen der stürmischen Böen keine Unterstützung aus der Luft möglich gewesen. Nun müsse man mit dem großen Ausmaß zurechtkommen, mit den weit verteilten Glutnestern in teils unzugänglichem Gebiet. «Wir wollen jeden Funken unter Kontrolle bringen, aber das wird dauern», sagte der Sprecher.
An den Einsätzen sind rund 520 Feuerwehrleute beteiligt, darunter auch 46 Rettungskräfte aus Frankreich und Rumänien, sowie Hunderte Freiwillige. Zudem unterstützt das Militär mit schwerem Räumgerät, um schützende Schneisen zu schlagen und den Einsatzkräften in dicht bewachsenen Regionen den Weg freizuräumen.
US-Bundesstaat Washington
Im Nordwesten der USA haben drei Großbrände ganze Wohngebiete verwüstet. Gent Welsh von der Nationalgarde in dem Westküstenstaat verglich die Zerstörung in der betroffenen Region rund um die Stadt Spokane mit einem «Kriegsgebiet». Behördenangaben zufolge brannten dort mehr als 700 Häuser und andere Gebäude ab. Verletzte oder Tote seien bislang aber nicht gemeldet worden, hieß es am Montag (Ortszeit).
Zuletzt brannten in dem Bundesstaat 17 größere Feuer auf einer Fläche von über 100.000 Hektar Land. Rund 5.000 Einsatzkräfte kämpften in dem Bundesstaat gegen die Brände an.
Allein im Raum Spokane waren mehr als 65.000 Menschen dazu aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen - mehr als ein Drittel der Bevölkerung. Die Ursache für die Brände wird derzeit noch untersucht. Am Montag sei ein 37-jähriger mutmaßlicher Brandstifter festgenommen worden, hieß es.
Niederlande
Der Großbrand in einem Naturgebiet im Osten der Niederlande ist bisher nicht unter Kontrolle. Rund 250 Feuerwehrleute und auch erneut Löschhubschrauber der Armee sind den Sicherheitsbehörden zufolge im Einsatz. Gut 100 Hektar seien betroffen. Jetzt werde versucht, eine weitere Ausbreitung zu verhindern, sagte ein Behördensprecher.
Das Feuer in dem Naturgebiet De Rosmolen nahe der deutschen Grenze war am Montag aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochen. Durch Wind und hohe Temperaturen konnten sich die Flammen schnell über die Baumkronen ausbreiten.
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