Sturzflut im Himalaya
Überall Leichensäcke in Nepal: NGO warnt vor Krankheiten
Sturzflut im Himalaya - Nepal
Nach der Katastrophe wurden Hunderte Leichen entdeckt - und die Opferzahl steigt weiter.
Dar Yasin. DPA

Nach der Flutkatastrophe liegen in Nepal vielerorts Leichensäcke am Straßenrand. Schmutziges Wasser und Tierkadaver erhöhen laut Save the Children das Gesundheitsrisiko. Um welche Krankheiten geht es?

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Kathmandu (dpa) – Tage nach der verheerenden Sturzflut in Nepal und Tibet mit mindestens 900 Toten und Tausenden Vermissten warnen Experten vor dem Ausbruch gefährlicher Krankheiten. Mitarbeiter der Hilfsorganisation Save the Children berichteten von katastrophalen hygienischen Bedingungen im Unglücksgebiet – und zahlreichen Leichensäcken entlang der Straße, die von der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu in die weitgehend zerstörte Stadt Trishuli Bazar führt.

«Verwesende menschliche und tierische Überreste, nicht entsorgter Abfall und stehendes Wasser erhöhen zusätzlich das Gesundheitsrisiko für die Menschen in der Region», hieß es in einer Mitteilung der Organisation. Dass es in einigen der besonders betroffenen Regionen weiter regne, mache die Situation noch schlimmer.

«Überfüllte Räume, verunreinigtes Wasser, schlechte sanitäre Verhältnisse und eine eingeschränkte Gesundheitsversorgung schaffen ideale Bedingungen für Krankheitsausbrüche, die Kindern schwer schaden können», sagt Tara Chettry, Länderdirektorin von Save the Children in Nepal. Viele Wasserquellen seien verunreinigt, so dass es den Menschen an sauberem Trink- und Waschwasser fehle.

Sorge vor Cholera und Dengue-Fieber

Überschwemmungen können Abwässer und Fäkalien in Trinkwasserquellen spülen, Latrinen können beschädigt, Kläranlagen überflutet sein. In den Notunterkünften werden nach Angaben der Organisation bereits Kinder mit Fieber und Atemwegsinfektionen behandelt. Besonders groß ist die Sorge vor Durchfallerkrankungen wie Cholera – verursacht vom Bakterium Vibrio cholerae – und Hautinfektionen. Stehendes Wasser bietet zudem ideale Brutstätten für Mücken und erhöht damit das Risiko für Dengue-Fieber.

© dpa-infocom, dpa:260901-930-612887/1

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