New York (dpa) – Die Dating-App Grindr hat vor dem Hintergrund von Vorwürfen über Verstöße beim Umgang mit Nutzerdaten einem Vergleich über 26 Millionen Pfund (rund 30 Millionen Euro) zugestimmt. Damit soll eine Gruppenklage in Großbritannien beigelegt werden, wie aus einer Mitteilung des Unternehmens an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht.
Die 2009 gegründete Plattform gehört nach eigenen Angaben zu den weltweit größten sozialen Netzwerken für schwule, bisexuelle, trans und queere Menschen.
Eine britische Anwaltskanzlei, die der eigenen Darstellung nach die Sammelklage gegen Grindr geführt hat, wirft der App vor, personenbezogene Daten sowie sensible Informationen der Nutzer an Drittunternehmen weitergegeben zu haben, ohne die erforderliche Einwilligung. «Zu den weitergegebenen Daten gehörten unter Umständen höchst sensible persönliche Informationen, wie etwa der HIV-Status», hieß es auf der Website der Kanzlei.
«Grindr bestreitet die Vorwürfe, erkennt jedoch die von einigen seiner britischen Nutzer geäußerte Belastung und den Vertrauensverlust im Zusammenhang mit diesem Zeitraum vor 2020 an», hieß es in der Mitteilung von Grindr. Das Unternehmen habe damals noch einem chinesischen Eigentümer gehört. Heute gehört das Unternehmen einem internationalen Investorenkreis.
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