Berchtesgaden (dpa) - Die Ermittlungsbehörden in Bayern gehen nach dpa-Informationen davon aus, den mutmaßlichen Verursacher des Großbrandes am Obersalzberg gefasst zu haben. Es gebe deutliche Hinweise, dass ein nach Ausbruch des Feuers im Umfeld des Kehlsteinhauses gefasster Motorradfahrer den Brand gelegt habe, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Ermittlerkreisen. Dass der Fahrer eines Motorrades festgenommen war, hatte zuerst die «Bild»-Zeitung berichtet.
Am Nachmittag wollen die Behörden in Berchtesgaden bei einer Pressekonferenz nähere Einzelheiten bekanntgeben. Unter anderem wird auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) dort erwartet.
Das mehr als 1.800 Meter hoch gelegene Kehlsteinhaus war in den 1930er Jahren von den Nationalsozialisten als Teil des von Adolf Hitler genutzten Komplexes am Obersalzberg erbaut worden und wird inzwischen als frei zugängliche Berggaststätte genutzt. International ist das Ausflugsziel als «Eagles Nest» bekannt, was mit «Adlerhorst» übersetzt werden kann.
Erbaut in NS-Zeit
Das Gebäude ist seit 1952 eine Berggaststätte. Es wurde 1938 fertiggestellt und befand sich in einem damals abgeriegelten und für die Öffentlichkeit gesperrten Wohn- und Regierungsareal der nationalsozialistischen Führung. Eine Ausstellung dort widmet sich der Geschichte des Gebäudes.
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