Probealarm
Handys und Sirenen alarmieren am Warntag
Bundesweiter Warntag
Handys machten um 11.00 Uhr lärmend auf sich und die Probe-Warnung aufmerksam. (Archivbild)
Britta Pedersen. DPA

Um 11.00 Uhr wurden die Menschen in Deutschland vorsätzlich aufgeschreckt: Die Behörden wollten so testen, ob sie die Bevölkerung bei einem Notfall schnell genug warnen können.

Lesezeit 1 Minute

Berlin (dpa) - Mit heulenden Sirenen und lärmenden Handys hat Deutschland den bundesweiten Warntag absolviert. Um 11.00 Uhr erhielten die Menschen auf verschiedenen Wegen eine Warnmeldung, um so die Alarmsysteme für eine eventuelle Notsituation zu testen.

Der Alarm wurde über Tausende Sirenen und mehrere Smartphone-Apps verbreitet sowie über das Cell-Broadcast-Verfahren, das auch Handys ohne Warn-App erreicht. Weitere geplante Verbreitungswege waren digitale Anzeigetafeln, der UKW-Rundfunk sowie das Digitalradionetz DAB+.

Lärmende Warn-Apps auch im Bundestag

Bei der Premiere im September 2020 war so viel schiefgegangen, dass der Warntag für ein Jahr ausgesetzt wurde. Seit 2022 findet der deutschlandweite Probealarm aber einmal jährlich statt. Die Behörden wollen auf diesem Weg testen, ob sie die Bevölkerung im Notfall gut erreichen - etwa bei einer Naturkatastrophe oder einem militärischen Angriff auf die Bundesrepublik.

Die Warn-Apps machten auch vor den Haushaltsberatungen im Bundestag nicht halt. Justizministerin Stefanie Hubig (SPD), die in diesem Moment gerade die Eckdaten ihres Etats vorstellte, musste ihre Rede kurz unterbrechen, bis im Plenarsaal alle Alarmtöne wieder ausgestellt waren.

© dpa-infocom, dpa:260910-930-661744/2

Ressort und Schlagwörter

Top-News aus der Region