Erstes Bundesliga-Spiel
Paderborn-Trainer: Bundesliga-Debüt wie Bezirksliga-Premiere
Trainer Ralf Kettemann vom SC Paderborn 07
Vor seinem Bundesliga-Debüt als Trainer: Ralf Kettemann vom SC Paderborn 07.
Philipp Szyza. DPA

In der vergangenen Saison führte Ralf Kettemann den SC Paderborn in die Bundesliga. Jetzt steht er vor seiner Erstliga-Premiere als Trainer. Dazu fällt ihm ein überraschender Vergleich ein.

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Paderborn (dpa) – Ralf Kettemann vom Aufsteiger SC Paderborn hat sein Trainerdebüt in der Fußball-Bundesliga mit seiner Premiere in der Bezirksliga in den Nullerjahren verglichen. «Am Ende treffen zwei Fußball-Mannschaften aufeinander. Das Spielfeld ist genauso groß wie damals vor 15 Jahren, als ich mein erstes Bezirksliga-Spiel als Spielertrainer hatte: TSV Ilshofen gegen Hessental. Zwei Mannschaften. Elf Spieler: Es geht darum, das Spiel zu gewinnen», sagte der 39-Jährige bei seiner Pressekonferenz vor dem Saisonauftakt des SCP beim FSV Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr/Sky).

Kettemann kam nach weiteren Stationen bei 1899 Hoffenheim II (Co-Trainer) und bei der U19 des Karlsruher SC im vergangenen Jahr nach Paderborn. Den Außenseiter nun in das dritte Bundesliga-Jahr seiner Vereinsgeschichte zu führen, ist auch für ihn etwas Besonderes.

«Auf der anderen Seite bin ich froh, dass es mich auch immer wieder einholt: Samstag, 15.30 Uhr – das ist in Deutschland das Nonplusultra. Das darf etwas Besonderes sein», sagte er. Das Spiel in Mainz werde «ein einmaliger Moment sein. Es gibt nur einmal das erste Bundesliga-Spiel. Mir ist es ein Anliegen, dass wir das auch genießen. Aber wenn wir es nur genießen, wird es schwierig mit dem Fußballspielen. Wenn wir nur spielen und es nicht genießen, finde ich es schade.»

In den Saisons 2014/15 und 2019/2020 stiegen die Paderborner jeweils nach einem Jahr wieder aus der Bundesliga ab. Auch diesmal verloren sie nach dem Aufstieg die Schlüsselspieler Mika Bauer (Celtic Glasgow), Filip Bilbija (Derby County), Calvin Brackelmann (FC Augsburg) und Torwart Dennis Seimen (VfB Stuttgart).

Zwei Rekordtransfers in einer Woche

Dafür ist der Club jetzt schuldenfrei und konnte allein in dieser Woche zwei vereinsinterne Rekordtransfers vermelden: Die Angreifer Marvin Pieringer (1. FC Heidenheim) und Gabriel Vidovic (Dinamo Zagreb) kamen jeweils für eine Ablösesumme von mehr als drei Millionen Euro.

«Wir haben viel Qualität im Kader, sind gut aufgestellt», sagte Sport-Geschäftsführer Sebastian Lange. «Trotzdem ist und bleibt es unsere Aufgabe, den Kader weiterzuentwickeln. Tun sich Möglichkeiten auf, die den SCP07 besser machen, sind wir auch gewillt, das zu tun.»

Konkret suchen die Paderborner noch einen weiteren Abwehrspieler – am liebsten einen Linksfuß. «Da hätte ich noch Interesse», bestätigte Kettemann. «Aber wenn jetzt nichts mehr passieren würde, wäre ich auch happy. Ich bin optimistisch, dass wir mit den Jungs das Thema „Geschichte schreiben“ angehen werden und angehen können vor allem.»

© dpa-infocom, dpa:260827-930-591444/1

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