Anlage noch im Winterschlaf?
Ohne Schal: So startet die Spielplatzsaison möglichst sicher
Eine Schaukel hängt auf einem Kinderspielplatz
Spielplatz-Check: Nach der Winterpause sollten Eltern den Zustand von Sandflächen und Spielgeräten prüfen, um mögliche Gefahren zu vermeiden.
Julian Stratenschulte. DPA

Schaukeln und klettern: Das sollte den Kleinen nicht nur Spaß machen, sondern auch ohne Gefahren auskommen. Worauf Eltern dafür im Frühjahr besonders achten können.

Lesezeit 2 Minuten

Stuttgart (dpa/tmn) – Der Beginn der Spielplatzsaison heißt für Eltern auch: darauf achten, dass der Nachwuchs die passende Kleidung für Sandkasten, Schaukel und Co. trägt. Denn die sollte nicht nur einiges aushalten. Sie sollte auch keine Kordeln haben, an denen man leicht hängen bleiben kann. Darauf weist die Prüforganisation Dekra hin.

Und selbst wenn es noch kühl sein mag: Schals sind demnach ebenfalls keine gute Idee fürs Toben auf dem Spielplatz – sie bergen Verletzungsgefahr. Fahrradhelme sollten dort übrigens auch abgenommen werden. Denn mit ihnen können Kinder sich beim Spielen verfangen.

Stellen Sie Fahrräder, Roller oder Kinderwagen außerdem nicht unter oder neben den Spielgeräten ab. Sie können sonst bei Absprüngen oder Abstürzen von den Geräten gefährlich werden.

Wenn der Sand zu hart ist

Gerade beim ersten Besuch des Jahres ist laut Dekra zudem ein prüfender Blick auf den Spielplatz sinnvoll, etwa auf den Boden. Denn: «Nach der Winterpause sind Holzschnitzel, Rindenmulch oder Sand häufig verhärtet oder nicht mehr dick genug», so der Dekra-Spielplatzexperte Romuald Barysch. Ein Plumps auf den Hintern tut dann gleich mehr weh, ein Sturz kann gefährlicher werden.

Überhaupt sollte man einmal nachgucken, ob die Anlage noch im Winterschlaf ist und der gründliche Frühjahrs-Check für sie womöglich noch aussteht. Erkennen kann man das der Prüforganisation zufolge etwa an einem ungepflegten Gesamteindruck: Sandflächen sind dann beispielsweise noch mit Gras bewachsen oder das Holz an Spielgeräten ist verwittert.

In dem Fall heißt es: besser das Spielvergnügen erstmal sausenlassen oder einen anderen Spielplatz besuchen. Denn wurden auf dem Spielplatz etwa gelockerte Schrauben, morsche Holzelemente, Lücken im Zaun zur Straße oder fehlende Geräteteile noch nicht instand gesetzt, kann das schnell gefährlich werden.

Gut zu wissen: Betreiber von Spielplätzen müssen diese regelmäßig überprüfen. Stellen Sie bei einem Besuch Mängel auf der Anlage fest, kann es dennoch sinnvoll sein, den Betreiber direkt zu kontaktieren. Wer das ist, erfährt man etwa über die Hinweisschilder an den Zugängen des Platzes.

© dpa-infocom, dpa:260407-930-915403/1

Ressort und Schlagwörter

Top-News aus der Region