Berlin (dpa) – Nach dem abgewehrten Matchpuck im Kampf um die Meisterschaft in der Deutschen Eishockey Liga wächst bei den Adlern Mannheim der Glaube an das geschichtsträchtige Comeback. «Man hat gesehen, die Mannschaft hat Charakter», sagte Kapitän Marc Michaelis nach dem 4:3-Erfolg nach Verlängerung bei den Eisbären Berlin.
«Ich glaube, dass uns in den ersten drei Spielen die Lockerheit gefehlt hat. Wir haben uns immer selbst ein Bein gestellt, weil wir es zu sehr wollten. Darüber haben wir gesprochen und hatten nichts mehr zu verlieren», ergänzte Michaelis.
Der Club aus der Hauptstadt hätte mit dem vierten Sieg in der Serie die Titelverteidigung perfekt machen können. Dank des Tores von Luke Esposito in der 84. Minute könnte Mannheim nun am Sonntag (16.30 Uhr/MagentaSport) auf 2:3 verkürzen, sollten sie einen weiteren Sieg bejubeln dürfen. Andernfalls könnte Berlin auswärts alles klarmachen.
0:3-Rückstand wurde noch nie gedreht
Eine Mannheimer Aufholjagd wäre historisch: Noch nie konnte ein Team in einem DEL-Finale einen 0:3-Rückstand drehen. «Daran dürfen wir gar nicht denken», sagte Michaelis. «Wir haben ein Spiel am Sonntag. Da müssen wir versuchen, das zu wiederholen.»
Einen Beitrag leistete auch Trainer und Sportmanager Dallas Eakins, der einige Umstellungen vornahm. Unter anderem kamen Hayden Shaw, Tobias Fohrler und Johan Mattsson zu ihren ersten Einsätzen gegen Berlin. «Es sind harte Entscheidungen», sagte der 59-Jährige. «Wir dachten, wir bringen mit ihnen einen zusätzlichen Nervenkitzel ins Spiel. Am Ende kann man sich nie sicher sein. Wenn man aber gewinnt, dann sieht es ganz gut aus.»
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