Heidelberg/Berlin (dpa/tmn) – Mit dem Tarif allein ist es nicht getan: Fürs Internet daheim braucht es auch einen Router. Wer kein passendes Gerät hat, kann sich entweder selbst einen Router kaufen, oder muss einen mieten.
Die Mietvariante kann es aber in sich haben: Miet-Router verteuern die Internetkosten um 28 Prozent, wenn man einen mittelgroßen Internettarif (150 Megabit pro Sekunde) für knapp 46 Euro im Monat zugrunde legt und ein Top-Modell wählt, wie das Vergleichsportal Verivox in einem Marktvergleich ermittelt hat. Bei den günstigsten Miet-Routern beträgt der Aufschlag zum Tarif immer noch knapp 9 Prozent.
Monatliche Mietkosten zwischen 5 und 13 Euro
In totalen Zahlen bedeute das eine Spanne monatlicher Mietkosten je nach Router-Modell und Internetanbieter zwischen knapp 5 und knapp 13 Euro. Abweichungen sind etwa im Rahmen von Aktionen möglich.
Für gängige Router hat Verivox aktuell einen Kaufpreis zwischen 140 und 300 Euro ermittelt. Der Kauf eines solchen Gerätes kann sich den Angaben zufolge bereits nach 15 oder 20 Vertragsmonaten lohnen, im Schnitt dauere dies aber 28 Monate.
Kauf rechnet sich langfristig quasi in jedem Fall
Die Entscheidung, einen Router zu kaufen, dürfte also nicht allzu schwerfallen, wenn man die individuellen Kosten vor der Bestellung eines neuen Tarifs einmal durchrechnet. Selbst der Kauf teurer Modelle kann sich lohnen, wenn man sicher ist, die Anschlusstechnologie (DSL, Kabel, Glasfaser) nicht nach zwei Jahren wechseln zu wollen.
Seit dem Sommer 2016 können Verbraucherinnen und Verbraucher frei entscheiden, welchen Router sie an ihrem Internetanschluss nutzen möchten. Das Gerät muss nur die technischen Anforderungen zum gebuchten Tarif erfüllen.
Vier Varianten, um an den Router zum Tarif zu kommen
Diese vier Router-Möglichkeiten gibt es, wenn man einen neuen Tarif bucht:
- Bestandsgerät weiternutzen
- Gerät kaufen (neu oder gebraucht)
- Gerät beim Internetprovider mieten
- Gerät bei einem anderen Anbieter mieten
Mieten oder kaufen? – Was wofür spricht
Einen Router zu mieten, ist also oft teurer, dafür profitiert man den Experten zufolge in der Regel von einem Tausch-Service, sollte das Gerät einmal defekt sein.
Einen Router selbst zu kaufen, bedeute dagegen, vor allem langfristig kostengünstiger wegzukommen sowie die freie Modellwahl und in jedem Fall die volle Kontrolle über die Konfiguration des Gerätes zu haben.
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