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KI im Browser? Kann weg mit «Just the Browser»
Ein Jugendlicher sitzt im Wohnzimmer vor einem Laptop
Ein Jugendlicher sitzt im Wohnzimmer vor einem Laptop
Zacharie Scheurer. DPA

Immer mehr Extras im Browser nerven Sie und schränken am Ende sogar Ihren Bedienkomfort ein? Dann sollten Sie dieses Tool ausprobieren, mit dem sich der ganze Ballast einfach abschalten lässt.

Lesezeit 2 Minuten

Berlin (dpa/tmn) – Der Browser soll einfach nur ein Browser sein und einfach nur Webseiten anzeigen? Moderne Browser sind das oft nicht, sondern machen Dinge, die viele User von ihnen gar nicht erwarten – oder wollen, etwa:

  • Shoppingangebote
  • unpassende Vorschläge
  • KI-Assistenten überall
  • fehlerhafte KI-Suchergebnisse
  • in den USA sogar schon Kreditvermittlung

Das muss nicht sein – hat sich auch der US-Journalist und -Programmierer Corbin Davenport gedacht und das kleine, kostenlose Tool «Just the Browser» entwickelt. Es sammelt für etliche Browser von Chrome oder Firefox bis hin zu Edge sowie für die Betriebssysteme Linux, Windows und macOS Einstellungen in einem kleinen Konfigurationsdokument.

Saubere Sache: Ein Befehl genügt

Nach Eingabe eines entsprechenden Befehls in der Windows-Kommandozeile (Windowstaste + R) oder im Terminal von macOS oder Linux (In den Dienstprogrammen zu finden) entfernt das «Just the Browser»-Skript:

  • die meisten KI-Features
  • Shoppingfunktionen wie Preismonitoring oder Coupon Codes
  • Sponsoreninhalte oder Drittanbieterinhalten
  • Programmabfragen (zum Beispiel, ob ein Browser der Standardbrowser sein darf)
  • Willkommensabfragen zum Datenimport
  • Telemetriedatenerfassung
  • Ungefragter Autostart des Browsers beim Starten des Computers

Im GitHub-Repository von «Just the Browser» sind außerdem alle weiteren Funktionen gelistet, sowie eine ausführliche Anleitung und Tipps, wie man auch bei Updates informiert wird – das alles aber nur in englischer Sprache.

Alles kann restlos entfernt werden

Und wenn man es sich anders überlegt? Dann können die Einstellungen von «Just the Browser» können rückstandslos entfernt und auf Standard zurückgesetzt werden. Auch das wird in den Anleitungen anschaulich erklärt.

Bislang funktioniert die KI-Diät nur für die Webbrowser Google Chrome, Mozilla Firefox und Microsoft Edge unter Windows, macOS und Linux. Support für Mobilplattformen wie Android und iOS gibt es nicht. Entwickler Davenport weist auch darauf hin, dass es sich nicht um einen Adblocker handelt.

Browser-Alternativen gehen auch – aber nicht immer

Und warum nicht einfach einen anderen Browser wie Vivaldi, LibreWolf, Waterfox oder Seamonkey wählen? Kann man machen, schreibt Davenport in einem Blog-Eintrag zur Veröffentlichung. Diese kostenlosen Alternativen funktionieren in der Regel genauso gut wie die großen Browser und stammen von etablierten Entwicklergemeinschaften.

Sie sind aber nicht immer für alle Plattformen verfügbar oder können nicht von allen installiert werden. Etwa auf Dienstrechnern. Gelegentlich, so Davenport, hängen die Alternativen bei Sicherheits- und Funktionsupdates auch etwas hinterher.

«Just the Browser» soll helfen, Mainstream-Browser von unerwünschten und überflüssigen Features zu befreien – ohne dabei auf ihre existierenden Vorteile zu verzichten.

© dpa-infocom, dpa:260119-930-565602/1

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