Berlin
IFA - Produktpriaterie nimmt immer mehr zu

Berlin (dpa) - Bereits am ersten Messetag wurde auf der IFA der Stand eines Ausstellers mit mutmaßlichen Dyson-Kopien geschlossen.Der britische Hausgerätehersteller Dyson klagt über ein wachsendes Ausmaß von Produktpiraterie.

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Berlin (dpa) – Bereits am ersten Messetag wurde auf der IFA der Stand eines Ausstellers mit mutmaßlichen Dyson-Kopien geschlossen. Der britische Hausgerätehersteller Dyson klagt über ein wachsendes Ausmaß von Produktpiraterie. Im Visier der Nachahmer stehe besonders der Ventilator ohne Rotoren, mit dem Dyson seit einigen Jahren Aufsehen erregt, wie Dyson-Chef Martin McCourt am Freitag der Nachrichtenagentur dpa auf der Elektronikmesse IFA in Berlin sagte. „Chinesische Hersteller überfluten den europäischen Markt mit Plagiaten davon.“

McCourt forderte ein härteres Vorgehen der chinesischen Regierung. „Wir brauchen hohe Geldstrafen, vielleicht müssen auch Direktoren ins Gefängnis gehen.“

Neben Ventilatoren präsentieren die Briten in Berlin neue beutel- und kabellose Staubsauger sowie Handtrockner. Neu ist ein Staubsauger, der auf einem Ball fährt anstatt auf Rollen. McCourt kündigte an, in zwei bis drei Wochen daneben ein weiteres, völlig neu konzipiertes Hausgerät vorzustellen. Details wollte er nicht nennen.

Dyson, nach eigenen Angaben inzwischen die Nummer zwei auf dem deutschen Staubsaugermarkt, sieht Deutschland als Schlüsselmarkt, wie McCourt sagte. „Wenn uns etwas in Deutschland gelingt – bingo!“ Die Kunden hierzulande seien anspruchsvoll und bereit, für gute Technik auch mehr zu bezahlen.

Das Unternehmen hatte seinen Umsatz im vergangenen Jahr auf eine Milliarde Euro gesteigert, McCourt sieht in der Schuldenkrise kein Risiko für weiteres Wachstum. Eine Wende seines Unternehmens hin zu preisgünstigerer Ware schloss er aus. „Unsere Entwicklungen kosten eine Menge Geld, und im Laufe der Jahre stecken wir weiteres Geld in die Weiterentwicklung.“ McCourt kündigte an, die Zahl der Ingenieure in dem Unternehmen mit 2700 Beschäftigten werde in den nächsten Monaten von 800 auf mehr als 1000 steigen

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