Berlin (dpa/tmn) – Smartphones, Tablets und Notebooks vertragen große Hitze nur schlecht. Darauf weisen die Hersteller auch in den Betriebsanleitungen hin. Schon bei Außentemperaturen oberhalb von etwa 35 Grad kann es für Geräte kritisch werden, erst recht in geparkten Autos, wo sich das Wageninnere rasch auf mehr als 60 Grad aufheizen kann, berichtet das IT-Fachportal «heise.de».
Besonders empfindlich sind Smartphones und Tablets, weil sie ohne Lüfter arbeiten und Wärme nur über das Gehäuse abgeben können. Reicht das bei hohen Umgebungstemperaturen nicht mehr aus, drosseln viele Geräte ihre Leistung, sperren den Zugriff oder schalten sich zum Schutz ganz ab.
Schädlich ist die Hitze den Angaben zufolge auch für alle Plastikbestandteile. Bei großer Hitze könnten sich verklebte Displayfolien lösen oder spröde werden. Der Bildschirm selbst reagiere träger, die Anzeige könne verblassen. Das sei zunächst reversibel, auf Dauer könnten Displays durch die Wärmebelastung aber schneller altern.
9 Tipps, was man bei Hitze tun und was man lassen sollte
Die Expertinnen und Experten erklären, worauf Nutzende achten sollten:
- Smartphones und Tablets nicht in praller Sonne oder im heißen Auto liegen lassen; unterwegs auch nicht auf dem Armaturenbrett ablegen.
- Laden in (zu) warmer Umgebung möglichst vermeiden, denn der Ladevorgang erzeugt zusätzliche Wärme – und übermäßige Hitze beschleunigt die Alterung des Akkus und verlangsamt das Aufladen.
- Aktivierte Energiesparmodi können helfen, weil Prozessor und Hintergrundfunktionen dann weniger stark arbeiten.
- Weil das Laden und insbesondere schnelles Laden viel Abwärme erzeugt, sollten Smartphones im Auto, wenn eben möglich, nicht am Netz betrieben werden.
- Im Auto kann eine Halterung am Luftauslass der Klimaanlage das Gerät zusätzlich kühlen.
- Überhitzte Geräte aus der Sonne nehmen, Hülle entfernen und wenn möglich ausschalten.
- Zum Abkühlen Geräte an einen schattigen, luftigen Ort legen.
- Der Luftstrom eines Ventilators kann wertvolle Hilfe beim Abkühlen leisten, ebenso wie eine im Schatten liegende, kühle Oberfläche – etwa aus Metall.
- Geräte zum schnelleren Abkühlen keinesfalls in den Kühlschrank legen: Durch den starken Temperaturunterschied kann Kondenswasser im Inneren entstehen. Im schlimmsten Fall drohen Kurzschlüsse oder Folgeschäden, die Hersteller später als Wasserschaden werten, der nicht unter die Garantie fällt.
Wenn die Lüfter röhren, ist ein schattiges Plätzchen gefragt
Bei Desktop-PCs und Notebooks signalisieren oft laut aufdrehende Lüfter Hitzestress. Staub im Innern der Geräte verschlechtert die Kühlung zusätzlich. Hier kann sich eine sorgfältige, vorsichtige Reinigung lohnen.
Generell gilt: Geräte möglichst nie in der Sonne, sondern an schattigen, eher kühlen Orten betreiben. Denn bei Hitze kommen sie alle schneller an ihre Grenzen, jedes auf andere Art und Weise.
Während beispielsweise bei einem Tintenstrahldrucker die Patronen schneller austrocknen, fallen Festplatten und auch Flash-Speicher einfach häufiger aus, wenn es heiß wird.
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