Systemupgrade
Apples iOS 27: Mehr KI und Kinderschutz fürs iPhone
iPhone Duo von Apple mit iOS27
Auch auf Apples erstem Klapp-Smartphone, dem iPhone Duo, läuft iOS 27, allerdings mit Anpassungen, damit etwa die Split-View-Darstellung möglich ist.
Andrej Sokolow. DPA

Foto-Bearbeitung mit KI, Sicherheitsfeatures für Eltern und Kids sowie ein aufgefrischtes Design: Das neue iOS 27 bringt viele neue Features für iPhones - was im Detail alles drinsteckt.

Lesezeit 3 Minuten

Berlin (dpa/tmn) – Apple bringt mit iOS 27 zahlreiche Neuerungen auf das iPhone. Im Mittelpunkt stehen zum einen zusätzliche KI-Funktionen, etwa zum Bearbeiten von Fotos, Erstellen von Bildern oder zum Automatisieren von Aufgaben.

Zum anderen wird der Kinder- und Jugendschutz mit neuen Funktionen gestärkt. Auch das Oberflächendesign hat Apple überarbeitet und an verschiedenen Stellen die Leistung sowie Bedienung von Apps verbessert.

Insgesamt ein flotteres System mit kürzeren Ladezeiten

Apple verspricht insgesamt ein reaktionsschnelleres System mit kürzeren App-Ladezeiten. Neue Fotos sollen jetzt etwa deutlich schneller als zuvor in der Mediathek erscheinen und Dateiübertragungen per Airdrop spürbar fixer ablaufen.

Das Update soll ab dem 14. September verfügbar sein – und zwar für Modelle ab iPhone 11 beziehungsweise ab iPhone SE der zweiten Generation. Bei KI-Funktionen kann es wie schon in der Vergangenheit sein, dass diese erst auf Modellen ab dem iPhone 15 Pro beziehungsweise iPhone 16 laufen. Alle Neuerungen im Überblick:

1. Neue KI-Werkzeuge

  • Fotos lassen sich nun nachträglich neu ausrichten, vergrößern oder von größeren störenden Objekten befreien. Mit Image Playground können Nutzer zudem Bilder in unterschiedlichen Stilen erstellen und per Beschreibung verändern.
  • Nachrichten- und Mail-App sollen abhängig vom Gesprächskontext passende Aktionen vorschlagen, etwa das Anlegen eines Termins oder das Speichern von Inhalten.
  • Während eines Telefonats können relevante Informationen aus anderen Apps eingeblendet werden, beispielsweise eine Buchungsnummer aus einer E-Mail.
  • Einfacher wird auch die Automatisierung von Aufgaben in der Shortcuts-App. Die dazu notwendigen Kurzbefehle lassen sich durch eine einfache Textbeschreibung erstellen (etwa: «Schreibe Pedro eine Nachricht mit meiner ungefähren Ankunftszeit, sobald ich von der Arbeit nach Hause fahre.»).
  • Und schließlich eine Sicherheitsfunktion, die Apple für iOS 27 zu einem späteren Zeitpunkt nachreichen will: Die Passwörter-App soll vor schwachen oder kompromittierten Passwörtern warnen, woraufhin man sie mit einem Fingertipp ändern kann.

2. Hilfreicher Safari

  • Der Safari-Browser kann geöffnete Tabs automatisch thematisch bündeln, wodurch inhaltlich zusammengehörige Webseiten leichter auffindbar sein sollen.
  • Eine neue Beobachtungsfunktion («Mitteilung an mich») informiert Nutzende außerdem über Änderungen auf Webseiten, zum Beispiel über sinkende Preise oder Verfügbarkeiten – etwa von Konzertkarten bis hin zur mobilen Klimaanlage.

3. Erweiterter Kinderschutz

  • Eltern können nun bereits bei der Einrichtung des Kindersicherung (Bildschirmzeit) festlegen, welche Systemanwendungen Kinder verwenden dürfen. Für alle weiteren Apps gibt es dann die sogenannte Kaufanfrage, mit denen sich Kinder die Erlaubnis zur Installation holen.
  • Zudem erlaubt sie die neue Funktion Surfanfrage, mit der Kinder eine Erlaubnis einholen müssen, um auf neue Websites zugreifen zu dürfen.
  • Das Feature Kommunikationssicherheit, das bislang Inhalte mit Nacktheit blockieren konnte, wird erweitert: Eltern können nun auch einstellen, dass Bilder und Videos, auf oder in denen es gewalttätig bis blutig zugeht, nicht angezeigt werden.
  • Die Bildschirmzeit-Funktion ist beim Einstellen von App-Nutzungszeiten und-Zeitplänen verbessert, der Überblick über die durchschnittliche Gerätenutzung sowie die meistgenutzten Apps überarbeitet worden.

4. Verändertes Design

  • Die Liquid-Glass-Oberfläche erhält bessere Kontraste und eine gleichmäßigere Ausleuchtung, was die Lesbarkeit erhöhen soll.
  • Es gibt einen neuen Schieberegler für den Durchschein-Grad. Damit lässt sich einstellen, wie Liquid Glass aussieht – von ultraklar bis komplett durchgefärbt.
  • Eine kleine Schönheitskur haben die App-Symbole bekommen; sie sollen nun schärfer und detaillierter erscheinen.

5. Diverse Verbesserungen

  • Geteilte iCloud-Alben unterstützen jetzt die plattformübergreifende Freigabe von Fotos – auch und gerade für Nutzer von Android-Smartphones und Windows-Computern.
  • Es gibt jetzt einen personalisierbarer Equalizer für Airpods: Bei diesen Kopfhörern lassen sich also Höhen, Mitten und Tiefen individuell anpassen.
  • Das automatische Umschalten zwischen WLAN und Mobilfunk soll deutlich zuverlässiger und nahtloser funktionieren.
  • In der Mail-App wurde das Ranking-System der Suche überarbeitet, so dass die Suchergebnisse insgesamt relevanter sein und die besten Treffer wirklich ganz oben stehen sollen.
  • Hinzu kommen Verbesserungen bei Bedienungshilfen, der Health-App, der 3D-Ansicht (Flyover) von Karten, der Home-App und der Verbindung zu Fitnessgeräten (neue Gymkit-App).

Um das Herunterladen und die Installation von iOS 27 aktiv anzustoßen, öffnet man «Einstellungen/Allgemein/Softwareupdate» – und muss dort nur das Update auswählen, auf «Laden und installieren» tippen und dann den Anweisungen folgen. Für gewöhnlich schlägt das System dem Nutzer das Upgrade aber auch vor, sobald es vorliegt.

iOS 27 ist für alle iPhones ab dem iPhone SE 2 von 2020 und dem iPhone 11 (von 2019) aufwärts verfügbar.

© dpa-infocom, dpa:260914-930-680844/1

Ressort und Schlagwörter

Top-News aus der Region