Dresden (dpa) – Bob-Anschieber Simon Wulff ist nach seiner Doping-Sperre zurück im Team des viermaligen Olympiasiegers Francesco Friedrich. Dem sprintstarken Wulff war nach dem siegreichen Weltcup in Altenberg 2024 die Substanz Methylhexanamin nachgewiesen worden. Diese ist im Training erlaubt, im Wettkampf allerdings verboten. Wulff hat eine wissentliche Einnahme stets bestritten. Er war dann für 21 Monate bis September 2026 gesperrt worden.
Nun darf er im Team von Rekordweltmeister Friedrich wieder trainieren und starten. «Ich kann frei sagen, dass ich bis heute keine Ahnung habe, wie das in meinem Körper gekommen ist. Wir haben nichts gefunden, es war eben da. Wir konnten es nicht beweisen, wie es reingekommen ist», sagte Wulff dem MDR.
Perfekte Situation für Pilot Friedrich
Nach mühsamen Trainingseinheiten allein und der Ungewissheit über den rechtlichen Ausgang will der 2,02 Meter große Athlet nun wieder angreifen. Doch die Konkurrenz ist groß. Nachdem Friedrichs Dauerrivale und Doppel-Olympiasieger Johannes Lochner nach den Winterspielern 2026 in Cortina d'Ampezzo zurückgetreten war, holte sich der Sachse dessen Anschieber Georg Fleischhauer. Der 37-Jährige gilt als derzeit weltbester Anschieber.
Doch der 25 Jahre alte Wulff kannte die Herausforderung. «Für Georg und für mich steht da fest auf dem Zettel, dass wir Zweier und Vierer gewinnen wollen. Am Ende wird der Schnellere schieben und so werden wir in den Winter reingehen», sagte Wulff.
Für Friedrich ist es eine perfekte Situation. Er kann in den Zweierbob-Rennen jeweils auf Topniveau wechseln und hat in der Königsklasse Viererbob beide mit an Bord, nachdem Alexander Schüller zum Thüringer Piloten Hans-Peter Hannighofer gewechselt war. Matthias Sommer und Felix Straub blieben beim Pirnaer Piloten Friedrich. Zudem kam noch Rupert Schenk aus dem Team Adam Ammour zum Rekordweltmeister.
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