Wal in der Ostsee vor Poel
Ministerium bekräftigt: Keine Rettungsversuche mehr für Wal
Buckelwal liegt weiter in Wismarer Bucht
Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern hat entschieden, den Wal vor der Insel Poel weiter in Ruhe zu lassen. (Archivbild)
Marcus Golejewski. DPA

Im Netz tauchen immer wieder Vorschläge auf, wie der vor Poel im flachen Wasser liegende Wal gerettet werden könnte. Doch die Behörden bleiben nach einem Gutachten dabei, das Tier in Ruhe zu lassen.

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Insel Poel (dpa) – Der in einer Bucht vor der Insel Poel im flachen Wasser der Ostsee liegende Buckelwal wird weiter in Ruhe gelassen. Rettungsversuche sollen weiterhin mit Blick auf das Tierwohl nicht unternommen werden, sagte ein Sprecher des Schweriner Umweltministeriums nach einer Lagebesprechung am Freitagvormittag der Deutschen Presse-Agentur.

Mit Blick auf ein Angebot von privater Seite, den im Schlick liegenden Wal freibaggern zu wollen, sagte der Sprecher, es werde keine Genehmigung dafür geben. «Man würde das Tier nur weiterem Stress aussetzen und müsste davon ausgehen, dass es bei nächster Gelegenheit wieder strandet.» Die Behörden haben eine 500-Meter-Schutzzone um den Wal gezogen, die nicht befahren werden darf.

Wal liegt im Sterben

Fachleuten zufolge liegt das Tier im Sterben. Der Wal reagiere nicht mehr auf Boote, was laut Bianca König von der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) Deutschland ein Zeichen für den Sterbeprozess sei.

Am Dienstag hatte Umweltminister Till Backhaus (SPD) auf Grundlage eines wissenschaftlichen Gutachtens entschieden, den Wal in Ruhe sterben zu lassen. Diese Entscheidung wird auch von dem International Whaling Commission Strandings Expert Panel (IWC SEP) unterstützt. Es betont auch, dass das Tier durch weitere Rettungsversuche nur mehr leiden würde.

© dpa-infocom, dpa:260410-930-927376/1

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