Leichtathletik
Lange Pause: Assefa nach Drama beim Berlin-Marathon operiert
Berlin-Marathon 2026
Tigst Assefa wurde nach der Verletzung beim Berlin-Marathon operiert.
Andreas Gora. DPA

Mit Schmerzen erreicht Tigst Assefa beim Berlin-Marathon als Siegerin das Ziel - und verpasst den Weltrekord. Die Äthiopierin lief die letzten Meter offenbar mit einer schweren Verletzung.

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Berlin (dpa) - Nach dem Drama beim Berlin-Marathon ist die äthiopische Siegerin Tigst Assefa an der Achillessehne operiert worden. Das bestätigte ein Sprecher des Berlin-Marathons der Deutschen Presse-Agentur einen Tag nach dem Rennen.

Nach Angaben des Portals «puravidasports.africa», das sich auf Aussagen ihres Managers Gianni Demadonna beruft, muss Assefa eine Wettkampfpause von rund sechs Monaten einlegen. Assefa wurde demnach in München operiert. Sie postete am Sonntagabend ihn ihrer Instagram-Story ein Bild aus einer kleinen Privatmaschine. Zu sehen ist ein medizinischer Spezialschuh an ihrem rechten Fuß, der bei Achillessehnenverletzungen üblicherweise getragen wird. 

Verletzung stoppt Assefa auf dem Weg zum Weltrekord

Die nach Angaben des Leichtathletik-Weltverbands 29-Jährige war beim Marathon in Berlin am Sonntag auf Weltrekordkurs, ehe sie auf den letzten Kilometern von einer Verletzung gestoppt wurde und viele Sekunden verlor. Zunächst wurden bei Assefa Krämpfe angenommen.

«Ab Kilometer 31 fingen die Schmerzen an, ab dem 40. Kilometer wurden sie dann sehr stark. Es ist unglaublich, wie sie mit dieser Verletzung und diesen Schmerzen überhaupt weitergelaufen ist und das Rennen gewonnen hat», sagte Demadonna den Sendern RTL/ntv und Sky. Die Achillessehne ist nach Angaben des Managers komplett gerissen.

Trotz Verletzung Streckenrekord

Die Olympia-Zweite von Paris und WM-Zweite von Tokio lief die prestigeträchtige Distanz von 42,195 Kilometern in 2:11:04 Stunden und erreichte trotz der Verletzungsprobleme einen Streckenrekord sowie die drittschnellste Marathon-Zeit bei den Frauen in der Geschichte. 

Den vor zwei Jahren in Chicago aufgestellten Weltrekord der Kenianerin Ruth Chepngetich (2:09:56 Stunden) verpasste die Äthiopierin aber. Chepngetich ist derzeit wegen eines positiven Dopingtests gesperrt.

© dpa-infocom, dpa:260928-930-756433/2

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