Stuttgart (dpa) – Die Schiedsrichteransetzung für den Auswärtsauftritt des VfB Stuttgart bei Eintracht Frankfurt sorgt für reichlich Gesprächsstoff – doch VfB-Trainer Sebastian Hoeneß beschwichtigt. Tobias Welz, der nach dem DFB-Pokal-Halbfinale ungewöhnlich stark kritisiert wurde, wird das letzte Saisonspiel der Stuttgarter am Samstag (15.30 Uhr/Sky) in der Fußball-Bundesliga leiten.
«Ich bin mir sicher, Tobias Welz wird das bestmögliche Spiel machen wollen, genauso wie Frankfurt, genauso wie der VfB Stuttgart», sagte Hoeneß. «Ich bin mir auch ganz sicher, dass die Dinge getrennt werden können. Er ist ein Top-Profi, macht sein letztes Spiel und wird sicher eine Top-Leistung abrufen.»
Im DFB-Pokal-Halbfinale der Schwaben hatte Welz kurz nach dem Beginn der Verlängerung das Freiburger Führungstor von Lucas Höler wegen eines vermeintlichen Fouls an Jeff Chabot abgepfiffen. Es war eine Fehlentscheidung.
Welz war nach dem Spiel nicht nur von den benachteiligten Freiburgern, sondern auch von Stuttgarter Seite aus kritisiert worden. Die klarsten Worte hatte Nationalstürmer Deniz Undav gefunden, der gesagt hatte, man habe «keinen krasseren Fehler» machen können.
Ex-Schiedsrichter Gräfe mit deutlicher Meinung
Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe kritisierte deswegen die Ansetzung von Welz für den VfB-Auftritt in Frankfurt. «Wenn man denkt, es kann doch nicht noch schlimmer werden, überraschen DFB SR-Bereich&selbst mittlerweile UEFA einen immer wieder&umso mehr in letzter Zeit!», schrieb Gräfe bei X. «Wie kann man nach der Vorgeschichte so auf Spielglück bei der Ansetzung setzen?» Der Wiesbadener Welz beendet mit dem Spiel seine Schiedsrichter-Karriere.
Wie im DFB-Pokal-Halbfinale geht es auch am Samstag für den VfB Stuttgart um viel. Es gilt, Tabellenplatz vier zu verteidigen, um den Einzug in die Champions League perfekt zu machen.
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