Bundesliga
Kiel und Flensburg teilen im 117. Derby die Punkte
THW Kiel - SG Flensburg-Handewitt
Die letzte Szene des Derbys wurde am Videoschirm überprüft.
Frank Molter. DPA

Handball-Krimi vor 10.285 Zuschauern in Kiel. Julian Köster erzielt den vermeintlichen Siegtreffer für den THW. Doch der Videoüberprüfung hält das Tor nicht stand.

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Kiel (dpa) - Das 117. Nordderby zwischen den Bundesliga-Handballern des THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt hat nach einem dramatischen Ende keinen Sieger gefunden. Beim 31:31 (18:14) versagten die Schiedsrichter nach minutenlanger Video-Überprüfung dem vermeintlichen Siegtreffer der Kieler in letzter Sekunde die Anerkennung und sorgten damit für Enttäuschung beim Rekordmeister.

Beide Teams bleiben nach dem Remis ungeschlagen. Flensburg verteidigte dank der besseren Tordifferenz gegenüber dem punktgleichen THW (beide 11:1) die Tabellenführung. Beste Werfer des Spiels waren Domen Makuc mit neun Toren für Kiel sowie Aymeric Minne und Simon Pytlick (je 7) für Flensburg.

Die Gastgeber konnten sich sofort auf Nationaltorwart Andreas Wolff verlassen. Der Keeper war beim Stand von 2:4 bei einem Tempogegenstoß von Pytlick und einem freien Wurf von Emil Jakobsen zur Stelle. Dennoch waren es die Flensburger, die einen ersten größeren Vorsprung herauswerfen konnten. Minne traf in der 16. Minute zum 9:6.

Kiel dominiert nach der Pause

Lautstark von den eigenen Fans angetrieben kamen die Kieler aber schnell zurück. Die Deckung stand jetzt sicherer, im Angriff erzielte Emil Madsen wichtige Treffer. Eine Minute vor der Pause betrug der Vorsprung der «Zebras» beim 17:13 erstmals vier Treffer.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Kiel am Drücker. Vor allem der Slowene Makuc war Dreh- und Angelpunkt. Entweder setzte der Neuzugang vom FC Barcelona seine Mitspieler in Szene oder er suchte selbst den erfolgreichen Abschluss. Trotz eines phasenweise Fünf-Tore-Rückstands gab sich Flensburg aber nicht geschlagen und lieferte einen großen Derby-Kampf.

Mit einem 3:0-Lauf kam die SG auf 28:30 (55.) heran. Nach einem Ballverlust von Köster glich Marko Grgic in der Schlussminute zum 31:31 aus. Wenig später traf Köster mit der letzten Aktion, doch das Tor wurde annulliert. So jubelten am Ende die Gäste über einen Punkt.

© dpa-infocom, dpa:260926-930-749519/2

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