Köln (dpa) – Viele ihrer Freunde und Familienmitglieder waren im letzten großen Spiel mit dem VfL Wolfsburg im Stadion – ihren Vater trug Fußballspielerin Alexandra Popp im Herzen. «Ich glaube, mein Papa ist extrem stolz, und heute ist ja auch noch Vatertag», sagte die 35-Jährige nach dem 0:4 im DFB-Pokalfinale in Köln gegen den FC Bayern mit stockender Stimme bei Sky: «Leider konnte ich ihn somit nicht beschenken.»
Ihr Vater war im Dezember 2022 nach schwerer Krankheit gestorben. «Mein Papa war, glaube ich, mein größter Kritiker, aber auch mein größter Förderer», sagte die Angreiferin des VfL, die nach der Saison zu Borussia Dortmund wechselt: «Von daher bin ich ihm sehr, sehr dankbar. Und gleichzeitig wird er auch sehr, sehr stolz sein, dass ich, glaube ich, mit 13 Pokalsiegen hier einen Abgang mache.» Das Reden über ihren Vater im TV-Interview trieb der früheren Nationalspielerin Tränen in die Augen.
Comeback nach Verletzung
Nur zu gerne hätte sie sich nach fast 14 Jahren bei den Wölfinnen mit einem letzten Titel verabschiedet. «Ich habe mir das natürlich irgendwie anders vorgestellt, muss ich sagen.» Dafür schuftete sie in der Reha nach einem Muskelfaserriss in der Wade vor sieben Wochen, beim Comeback im Pokalfinale war sie auch ein Aktivposten ihrer Mannschaft. Doch es reichte nicht.
Der Pokal-Wettbewerb sei «so ein bisschen mein Baby», sagte Popp. Die Vorstellung, dass es wahrscheinlich ihr letztes Pokalfinale gewesen sei, «das ist extrem schwierig für mich gerade».
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