Fußball-Bundesliga
Jünger und spektakulärer: Book und Kovac basteln BVB-Zukunft
Borussia Dortmund - SC Freiburg
BVB-Coach Kovac arbeitet an der Dortmunder Zukunft
Bernd Thissen. DPA

Kovac und Book planen den Umbruch in Dortmund: Mehr Spektakel, mehr Jugend und ein Trainer, der plötzlich den Offensivfußball gestalten und Talente einbauen will. Was steckt hinter dem Wandel?

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Dortmund (dpa) – Nach dem überzeugenden Heimsieg gegen den SC Freiburg und der eingetüteten Champions-League-Qualifikation hat bei Borussia Dortmund die neue Saison vorzeitig begonnen. Trainer Niko Kovac und Sportdirektor Ole Book sahen das 4:0 (3:0) gegen abenteuerlich verteidigende Gäste am Sonntagabend als Vorgeschmack auf die neue Spielzeit.

«Ich glaube, dass das gute Schritte waren», sagte Book nach dem 1.000. Bundesliga-Heimspiel der Westfalen und dem gleichzeitigen 600. Heimsieg. Zum elften Mal in Serie ist der BVB in der kommenden Saison in der Königsklasse dabei. In den verbleibenden drei Spielen soll nun auch die Vize-Meisterschaft fixiert werden.

Fast genauso wichtig ist es Kovac und Book indes, den konsequenten und überfallartigen Angriffsfußball der ersten Halbzeit zu manifestieren. «Einmal ist keinmal. Wir haben noch die drei Spiele, wo wir es genauso wieder zeigen können», meinte Kovac, der im Umfeld wegen seines pragmatischen Ansatzes trotz der starken Bundesligasaison durchaus auch kritisch beäugt wird.

Kovac lobt Talente

Die BVB-Bosse wünschen sich in der neuen Spielzeit einen offensiveren und bisweilen spektakuläreren Ansatz. Dazu sollen auch konsequenter junge Spieler eingebaut werden. Genau das tat Kovac gegen Freiburg bereits mit dem Startelf-Debüt von Samuele Inacio (18) und der Einwechslung des erst 16 Jahren alten Mathis Albert. Der Angreifer ist damit der jüngste US-Profi, der in der Bundesliga sein Debüt gegeben hat.

Kovac war in Dortmund auch stets nachgesagt worden, die Talente zu vernachlässigen. Nun aber lobte der BVB-Coach die Teenager für ihren Trainingseifer. «Man muss mir nur zeigen, dass man gewillt ist. Dann hat man mich schon», sagte Kovac dazu. «Mir imponiert, wie fleißig er ist, wie er trainiert», sagte der 54-Jährige über den Italiener Inacio.

Spektakulärer, mit mehr eigenen Talenten – Kovac scheint derzeit zeigen zu wollen, dass er doch der Trainer sein kann, der den BVB jenseits der Ergebnisse weiterentwickelt.

© dpa-infocom, dpa:260427-930-997217/1

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