Fußball-Bundesliga
Erschöpft, aber happy: Paderborn zufrieden nach Rückkehr
FSV Mainz 05 - SC Paderborn 07
Zufrieden mit dem ersten Auftritt: SCP-Coach Ralf Kettemann
Torsten Silz. DPA

Der SC Paderborn trotzt dem Druck in Mainz und bleibt ohne Gegentor – wie Coach Kettemann seine nervenaufreibende Erstliga-Premiere erlebt hat.

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Mainz (dpa) – Ein Punkt zum Auftakt, kein Gegentor – Ralf Kettemann hörte nach seinem ersten Spiel als Bundesliga-Trainer gar nicht mehr auf zu lächeln. Dadurch überspielte der Coach des Aufsteigers SC Paderborn gekonnt, wie sehr ihn die Partie gefordert hatte. «Es ist schon erschöpfend gewesen, weil es sehr intensiv war», gab er nach dem 0:0 gegen den FSV Mainz 05 zu und ergänzte: «Auf der einen Seite war es schön, aber auf der anderen war es wirklich leicht erschöpfend.»

Die Ostwestfalen hielten dem stetig wachsenden Druck des Gegners stand und verdienten sich so einen Zähler. Doch vor allem in der zweiten Halbzeit mussten Kettemann und Co. zittern. «Es waren einfach viele Bälle in unserer Box, zu viele», sagte er. «Da hat man einfach großen Respekt, weil mit jeder Flanke etwas passieren kann. Das ist anspruchsvoll für alle Beteiligten.»

Leichter wird es für den Rückkehrer, der nach seinen letzten beiden Aufstiegen immer direkt wieder abgestiegen ist, zunächst nicht. Am Samstag kommt der Europa-League-Finalist SC Freiburg nach Paderborn, anschließend geht es zum Vizemeister Borussia Dortmund.

«Es ist noch Bewegung drin»

Zudem steht am Dienstag der sogenannte Deadline-Day an. Bis 20 Uhr könnten die Paderborner auf dem Transfermarkt noch einmal nachlegen. Aber vor allem auf der Abgangsseite dürfte sich auch nach dem am Sonntag verkündeten Wechsel von Nick Bätzner zu Rot-Weiss Essen noch etwas tun, erklärte Sport-Geschäftsführer Sebastian Lange. «Der Kader ist groß. Wir müssen mal gucken, denn einige haben in der U21-Mannschaft gespielt, andere sind gar nicht mitgefahren. Es ist noch ein bisschen Bewegung drin.»

Die couragierte Leistung in Mainz dürfte den Verantwortlichen allerdings Mut für den Wechsel-Schlussspurt geben. Denn die von ihnen zusammengestellte Mannschaft ist konkurrenzfähig.

Insbesondere Bundesliga-Debütant Nahuel Noll wusste als Torhüter zu überzeugen. «Er hat das gehalten, was auf ihn zukam. Das war top. Auch mit dem Ball war es sehr klar», sagte Kettemann über die 23 Jahre alte Leihgabe der TSG Hoffenheim. «Er hat einfach gute Entscheidungen getroffen.»

© dpa-infocom, dpa:260830-930-605274/1

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