Hamburg (dpa) – Der frühere Extrem-Bergsteiger Reinhold Messner will nach seinem Tod kein eigenes Grab haben. Der 82-Jährige wünscht sich nach eigenem Bekunden, dass seine Asche später verstreut wird. «Diese Vorstellung gefällt mir: dass von mir nicht irgendwo ein Grab bleibt. Ich brauche nach meinem Tod nichts mehr, kein Monument», sagte Messner in einem Doppel-Interview mit seiner Ehefrau Diane (46) dem Magazin «Der Spiegel». Er glaube nicht an ein Leben danach.
Das Paar berichtete, dass man auch schon darüber gesprochen habe, was mit der Asche einst geschehen solle. «Eine Idee ist, sie an verschiedenen Orten zu verstreuen, die für sein Leben eine besondere Bedeutung hatten», sagte Diane Messner. Der Südtiroler selbst sprach zum wiederholten Male davon, dass er «immer wieder mit dem Gedanken einer Himmelsbestattung gespielt» habe wie in Tibet. Dabei wird der Körper zerlegt und dann Geiern zum Fraß vorgeworfen.
Vor 40 Jahren auf allen Achttausendern der Welt
Dazu sagte seine Ehefrau: «So romantisch ist das gar nicht. Reinhold macht daraus sofort eine große Geschichte, ich hole ihn dann wieder ein bisschen auf den Boden zurück.» Am Freitag ist es 40 Jahre her, dass Messner als erster Bergsteiger auf allen 14 Achttausendern ganz oben stand: Am 16. Oktober 1986 erreichte er seinen letzten Gipfel, den Lhotse im Himalaya. «Ich hatte Glück und war auch vorsichtig. Die Kunst besteht darin, alle Erfahrungen und alles Können einzusetzen, um lebend zurückzukommen.»
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