Olympische Spiele
Becker nennt Olympia-Bewerbung «größte Chance»
Boris Becker
Boris Becker spricht für sich eine deutsche Olympia-Bewerbung aus. (Archivfoto)
Sina Schuldt. DPA

Olympische Spiele in Deutschland? Tennis-Legende Boris Becker wirbt bei einer Veranstaltung in Hamburg für eine deutsche Bewerbung - und verweist auf positive Auswirkungen in London und Paris.

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Hamburg (dpa) – Tennislegende und Doppel-Olympiasieger Boris Becker hat sich deutlich für eine deutsche Bewerbung um die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 ausgesprochen. Bei einer Veranstaltung in der Hamburger Handelskammer verwies der sechsmalige Grand-Slam-Sieger dabei vor allem auf die seiner Meinung nach positiven Aspekte Olympischer Spiele für die jeweiligen Ausrichterstädte.

Becker: London erlebte durch Olympische Spiele «Wiedergeburt»

Er nannte unter anderem London als Beispiel, die britische Metropole habe durch Olympische Spiele eine «Wiedergeburt» erlebt. «London ist eine der beliebtesten Städte der Welt geworden, weil einfach so viel Geld investiert wurde in die Infrastruktur», sagte Becker. Ähnlich äußerte sich der 58-Jährige auch über Paris, das er noch nie so wundervoll, sicher und aufgeräumt empfunden habe.

Zu Beginn des Gesprächs hatte Becker deshalb gesagt: «Wäre ich Hamburger, wäre ich motiviert, für Hamburg zu stimmen.» Am 31. Mai können Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt über die Bewerbung Hamburgs als möglicher Austragungsort der Spiele 2036, 2040 oder 2044 entscheiden. «Das ist die größte Chance für die Stadt, Internationalität und ausländische Investoren zu bekommen», sagte Becker. Parallel bewerben sich in Deutschland auch München, Berlin und die Rhein-Ruhr-Region um Olympische und Paralympische Spiele.

Erinnerungen an den Doppel-Triumph mit Stich in Barcelona 1992

Becker blickte im Gespräch dann auch auf die Olympischen Spiele in Barcelona zurück, bei denen er an der Seite des Hamburgers Michael Stich 1992 Gold im Doppel gewonnen habe. Über das damals angespannte Verhältnis zu seinem Rivalen sagte er: «Wir konnten uns schlicht und ergreifend nicht riechen.»

Der frühere deutsche Davis Cup-Kapitän und mittlerweile verstorbene Niki Pilic habe es dann geschafft, beide vor dem Halbfinale zur Seite zu nehmen, «denn bis dahin haben wir nicht miteinander geredet». Seit dem Triumph aber warte er immer noch auf das danach geplante gemeinsame Abendessen, scherzte Becker.

© dpa-infocom, dpa:260416-930-955154/1

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