Bundesliga
Basketball-Star als Vorbild: El Mala jubelt wie Schröder
1. FC Köln - TSG 1899 Hoffenheim
Saïd El Mala hat sein erstes Saisontor in Dennis-Schröder-Manier bejubelt.
Federico Gambarini. DPA

Saïd El Mala ist der große Hoffnungsträger beim 1. FC Köln. Im ersten Saisonspiel gelingt dem 20-Jährigen gleich ein Tor. Das bejubelt er mit einer speziellen Geste.

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Köln (dpa) – Den speziellen Jubel nach seinem ersten Saisontor schaute sich Saïd El Mala von Deutschlands Basketball-Star Dennis Schröder ab. «Er macht das ja immer, wenn er einen Dreier wirft. Ich habe das beobachtet und zu ihm gesagt: Ich finde den Jubel geil. Den mache ich auch, wenn ich treffe», berichtete der Jungstar des 1. FC Köln nach dem 3:2-Sieg zum Bundesliga-Auftakt gegen die TSG Hoffenheim.

Nach dem Basketball-Länderspiel der DBB-Auswahl gegen die Niederlande am vergangenen Donnerstag in Köln, das El Mala auf der Tribüne mitverfolgt hatte, sei er mit Schröder Essen gewesen. Dabei habe er beschlossen, die Jubel-Geste zu kopieren. «Er ist ein Super-Typ und sehr bodenständig», sagte El Mala.

Auch dank seines Treffers feierten die Rheinländer einen gelungenen Saisonstart. «Es fühlt sich extrem gut an, dass wir die drei Punkte hierbehalten haben», sagte der 20 Jahre alte Offensivspieler. «Es hat Spaß gemacht und ist schön, die glücklichen Gesichter der Fans zu sehen.»

El Mala spürt die Verantwortung

Er selbst steuerte nach dem Seitenwechsel den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1 bei, nachdem er in der ersten Halbzeit zwei dicke Chancen vergeben hatte. «Das war etwas unglücklich, aber davon lasse ich mich nicht abbringen. Ich habe einfach weitergemacht. Die Jungs haben mir auch Mut zugesprochen. Und dann hat es geklappt», sagte El Mala.

Nach seinem sommerlichen Flirt mit Borussia Dortmund und der anschließenden Vertragsverlängerung in Köln stand der Offensivspieler natürlich ganz besonders im Fokus. Zumal er als erster FC-Profi seit Lukas Podolski in der Saison 2011/12 mit der Nummer 10 auflief. «Darauf bin ich sehr stolz», sagte El Mala und ergänzte: «Ich bin sehr glücklich, hier zu sein.»

Natürlich wisse er um seine Rolle als großer Hoffnungsträger und den Druck, der daraus erwächst. «Aber ich habe eine gute Mannschaft, einen guten Trainer und eine gute Familie um mich herum, die das jeden Tag begleiten», sagte El Mala.

Krämpfe stoppen den Jungstar

FC-Chefcoach René Wagner war nach der Partie voll des Lobes über den Dribbelkünstler. «Saïd ist super klar. Wir pushen ihn intern auch und versuchen den Druck von ihm fernzuhalten», sagte er und fügte hinzu: «Er hat heute wieder gezeigt, dass er Tore machen kann. Am Ende tun wir ihm alle einen Gefallen, wenn wir ihn einfach Fußball spielen lassen.»

Gegen Hoffenheim war dies nur 65 Minuten der Fall. Dann musste El Mala angeschlagen vom Platz. «Ich hatte Krämpfe. Warum weiß ich nicht, aber ich habe alles auf dem Platz gelassen und der Mannschaft so gut es ging geholfen», sagte er. Den Doppelpack von Neuzugang und Matchwinner Thijs Dallinger (72./82.) bejubelte er dann auf der Bank – und machte anschließend eine klare Ansage: «Das kostet. Dafür muss er einen ausgeben.»

© dpa-infocom, dpa:260830-930-603129/1

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