Sinsheim (dpa) – Die TSG 1899 Hoffenheim hat auch im Geduldsspiel gegen den SC Freiburg ihre Champions-League-Ambitionen untermauert. Die hoch überlegene Mannschaft von Trainer Christian Ilzer setzte sich im badischen Bundesliga-Duell mit 3:0 (0:0) durch. Fisnik Asllani (46. Minute), Ozan Kabak (51.) und Valentin Gendrey (90.+5) trafen vor 22.679 Zuschauern im Sinsheim.
Mit dem achten Heimsieg in Serie stellte der Tabellendritte einen Vereinsrekord auf – und gewann erstmals seit September 2018 wieder zu Hause gegen Freiburg. SC-Chefcoach Julian Schuster sah die Lehrstunde wegen seiner Gelb-Sperre von der Tribüne aus und wurde an der Seitenlinie von seinem Assistenten Lars Voßler vertreten.
Kramaric-Geniestreich ohne Folgen für Freiburg
Den beiden entgleisten schon in der 5. Minute die Gesichtszüge, als Kramaric mit einem Geniestreich aus 30 Metern ins Tor traf. SC-Keeper Noah Atubolu stand nach einem missglückten Aufbauspiel zu weit vor seinem Gehäuse – hatte aber Glück: Kramaric stand im Abseits.
Die Gäste – ohne Rotsünder Johan Manzambi – gerieten von Beginn an mächtig unter Druck. Nach unruhigen Wochen mit der Entscheidung, dass Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker bleiben darf, und der 1:5-Niederlage beim FC Bayern, wirkten die TSG-Profis unbeirrt.
Hoffenheim muss lange die Lücke suchen
Freiburg hatte große Mühe, gegen das Pressing des Gegners anzukommen. Zumal im Niederländer Wouter Burger einer der Protagonisten des Hoffenheimer Höhenflugs nach abgelaufener Sperre wieder im Mittelfeld agierte. Die entscheidenden Lücken fanden Kramaric und Co. aber erst mal nicht.
Burgers Flachschuss zischte knapp am Freiburger Tor vorbei (29.), ehe auf der Gegenseite Derry Scherhant Nationaltorwart Oliver Baumann prüfte. Dann verpasste Asllani knapp den Torwinkel, Atubolu wäre machtlos gewesen. Kurz vor der Pause setzten die TSG-Fans schon zum Torschrei an – Kabak köpfte aus kurzer Distanz genau auf den SC-Schlussmann. Den Nachschuss setzte Robin Hranac aus drei Metern an die Unterkante der Latte.
Coufal zweifacher Vorbereiter
Trotz 16 Torschüsse gingen die Hoffenheimer ohne einen Treffer in die Pause. Eine halbe Minute nach Wiederanpfiff aber köpfte Asllani nach einer Flanke von Vladimir Coufal zu seinem siebten Saisontor ein. Kurz danach war Kabak bei einer Coufal-Ecke ebenfalls per Kopf zur Stelle – 2:0.
Der DFB-Pokal-Halbfinalist aus Freiburg kam kaum aus der eigenen Hälfte heraus, eine Angriffswelle nach der anderen rollte heran. Zu allem Übel musste der erst zur zweiten Halbzeit eingewechselte Max Rosenfelder verletzt raus. Auch die spätere Hereinnahme von Standardspezialist Vincenzo Grifo brachte dem SC nichts mehr. Der eingewechselte Gendrey schenkte den konsternierten Freiburgern in der Nachspielzeit noch einen ein.
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