Vor Premiere einer Kino-Doku
1990-Weltmeister trauen DFB-Team Titel bei WM zu
Das Weltmeister-Team von 1990
Einige Weltmeister von 1990 trauen der DFB-Auswahl auch dieses Jahr einen WM-Coup zu. (Archivbild)
Frank Leonhardt. DPA

Vor knapp 36 Jahren jubeln die deutschen Fußballer über den WM-Titel in Italien. Haben ihre Nachfolger in diesem Sommer in den USA auch Chancen? Klinsmann, Häßler und Co. äußern sich nun dazu.

Lesezeit 1 Minute

München (dpa) – Jürgen Klinsmann traut der deutschen Fußball-Nationalmannschaft den WM-Titel in diesem Sommer zu. «Qualitativ kann Deutschland Weltmeister werden in diesem Sommer in den USA», sagte der einstige Torjäger, Weltmeister von 1990 und später dann selbst Bundestrainer der DFB-Auswahl. «Ich denke, wir haben eine absolut hochqualitative Mannschaft, die mit allen mitreden kann. Es hängt nur von ihnen selbst ab, wie weit sie gehen wollen, wie weit sie leidensfähig sind, wie weit sie zusammenhalten.»

Diese Woche kommt eine Dokumentation über den deutschen WM-Triumph vor 36 Jahren in die Kinos. Anlässlich der Premiere erinnerten Spieler von damals, auf was es ankomme, um Weltmeister zu werden. «Es sind die Spieler, die entscheiden müssen, wie weit sie es bringen wollen, was sie erreichen wollen», sagte Klinsmann (61). «Sie müssen sich zusammenraufen und eine gute Stimmung aufbauen. Aber das wird alles so kommen, da bin ich überzeugt.»

Häßler mahnt: «Ego hinten anstellen»

In dem Film wird von vielen Protagonisten unterstrichen, dass der damalige Teamgeist in der Mannschaft von Trainer Franz Beckenbauer der Schlüssel zum Erfolg gewesen sei. «Wenn alle zusammenhalten, wenn jeder sein Ego hinten anstellt, kann man vieles erreichen», äußerte Thomas Häßler (59). «Das gilt auch für die Nationalmannschaft in diesem Jahr. Wenn da was zusammenwächst, dann bin ich überzeugt, dann können die auch Weltmeister werden.»

Stefan Reuter erinnerte daran, dass Beckenbauer 1990 die richtige Mischung gefunden habe zwischen Strenge und Nachsicht mit seinen Spielern. Entscheidend sei «die Kunst zu wissen, wann du Gas geben musst und wann du locker sein kannst». Er setze deshalb in diesem Sommer auf DFB-Sportdirektor Rudi Völler, der 1990 in Italien einer der wichtigsten Akteure auf dem Platz war. «Ich glaube, dass Rudi eine ganz wichtige Rolle hat», sagte Reuter (59) im Ausblick auf das anstehende WM-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko.

© dpa-infocom, dpa:260316-930-824763/1

Ressort und Schlagwörter

Sport

Top-News aus der Region