Archivierter Artikel vom 24.07.2019, 16:10 Uhr
Erde/Mond

Vor genau 50 Jahren: Apollo 11-Astronauten kehren nach Mondlandung zur Erde zurück

Das Versprechen von John F. Kennedy, noch in den 1960er Jahren Menschen zum Mond und wohlbehalten zurück zu bringen, ging am 24. Juli 1969 in Erfüllung. Nach ihrer Rückkehr zur Erde wurden die drei ersten Apollo-Astronauten aus Angst vor möglichen Krankheitserregern vom Mond erstmal unter Quarantäne gesetzt – zusammen mit weißen Mäusen.

Die rund 2900 Tonnen schwere Saturn-V-Trägerrakete startet vom Kennedy Space Center in Florida aus. An ihrer Spitze die Apollo-Raumkapsel mit drei Astronauten.

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Dieses von der NASA zur Verfügung gestellte Foto vom Juli 1969 zeigt Startkontrolleure im Kontrollzentrum der US- Raumfahrtbehörde Nasa in Florida während der Apollo 11- Mission zum Mond. In der dritten Reihe von Vorne in der Mitte befindet sich JoAnn Morgan, damals die einzige Frau im Kontrollraum. JoAnn Morgan kam 1958 zur Nasa und arbeitete sich bis zum „Apollo“- Programm hoch.

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Die Mondladefähre, kurz „LEM“ genannt und auf den Namen „Eagle“ getauft, beim Abstieg zur Landung. Hier besteht sie noch aus zwei Teilen: Unten der Lander, oben das Rückkehrmodul.

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natol Johansen (Mitte, l- r), Hans Heine und Günter Siefarth berichten aus dem Appollo- Sonderstudio des WDR über die Mondlandung der Appollo 11. Stundenlang wurde von hier aus über den Flug und die Mondlandung des Raumschiffs Apollo 11 berichtet. Rund um den Erdball verfolgten Millionen von Fernsehzuschauern fasziniert, wie erstmals ein Mensch den Erdtrabanten betraten.

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Regiebesprechung im Appollo- Sonderstudio des WDR über die Mondlandung der Appollo 11 mit Produktionsleiter Werner Lehndorff, Aufnahmeleiter Frank Sachweh, Anatol Johanson (2. v.r. ), Hans Heine (2. v.l. ), Günter Siefarth (3. v.r. ) und Regisseur Ernst Ludwig Freisewinkel (r. ).

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Als zweiter Mensch betritt Buzz Aldrin den Mond. Sein Kollege Neil Armstrong war schon da und nahm dieses Bild mit seiner Hasselblad-Kamera (s.u.) auf.

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US- Astronaut Edwin „Buzz“ Aldrin steht auf der Mondoberfläche. Rechts im Bild ist dabei ein Stück der Mondlandefähre ŤEagleť zu sehen.

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US- Astronaut Buzz Aldrin entfaltet auf der Mondoberfläche das „Solar Wind Composition Experiment“.

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Neil Armstrong fotografiert die Mondfähre „Eagle“.

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Aufbau eines wissenschaftlichen Experiments auf der Mondoberfläche. Das Apollo 11-Team blieb nur ca. zweieinhalb Stunden auf dem Mond.

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Noch heute stolz auf die damalige Arbeit seines Unternehmens: Vladan Blahnik, Leiter der Objektiventwicklung, steht im Zeiss-Museum neben einem Raumanzug, an dem sich eine Mittelformatkamera der Marke Hasselblad mit einem Objektiv von Zeiss befindet. Zum NASA- Mondlanungsprogramm entwickelte das schwäbische Unternehmen spezielle Objektive, mit denen unter anderem die ersten Fotos auf dem Mond im Juli 1969 entstanden. Die Objektive waren mit Gläsern der Mainzer Firma Schott bestückt.

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Die Mondfähre „Eagle“ auf dem Rückweg zur Apollo-Kapsel. Hier besteht sie nur noch aus dem Rückkehrmodul, der Landeteil blieb auf dem Mond zurück. Kurze Zeit nach dieser Aufnahme dockt sie an der Kapsel Apollo 11 an und die Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldring klettern zu ihrem in der Kapsel gebliebenen Kollegen Michael Collins, der auch diese Aufnahme machte, zurück.

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Was vom Mondflug übrig blieb: Unter anderem ein Fußabdruck von Edwin E. („Buzz“) Aldrin . Er ist heute noch zu sehen, falls jemand wieder am Mare Tranquillitatis landen sollte.

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Alles verstanden? Eine Seite des Original-Handbuch des ŤApollo 11ť- Mondlanders in einer Reproduktion. Zum 50. Jahrestag der Mondlandung wurden in New York rund 200 Erinnerungsstücke an Meilensteine der US- Raumfahrtgeschichte versteigert. Foto: Christie's/dpa – NASA/dpa

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Die Kapsel und das Schlauchboot mit den Astronauten nach der Landung im Pazifik.

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US-Präsident Richard Nixon steht an Bord der USS Hornet vor der Isolierstation und spricht mit Neil Armstrong (l- r), Michael Collins und Edwin Aldrin. Die Astronauten befanden sich nach ihrer Rückkehr vom Mond für 17 Tage in Quarantäne. Aus Wikipedia: „Aus Furcht vor unbekannten Mikroorganismen mussten die drei Astronauten beim Verlassen der Apollo-Landekapsel nach außen vollkommen geschlossene Anzüge zur Isolierung tragen und sich in eine Quarantäne von siebzehn Tagen begeben, bis alle Bedenken ausgeräumt waren. Das mobile Quarantänemodul kann heute an Bord der USS Hornet in Alameda besichtigt werden.“

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Nach der Quarantäne wurden die drei Mondfahrer triumphal empfangen. Hier die Parade in New York.

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Die drei Helden von Apollo 11 (l-r): Neil Armstrong), Michael Collins und Edwin Aldrin.

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Die Landung auf dem Mond war die eine Hälfte des Auftrags, die zweite war die Rückkehr zur Erde: Am Mittwoch (24. Juli) vor genau 50 Jahren landeten die drei US-Astronauten Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins mit ihrem Raumschiff im Pazifischen Ozean – und brachten so die „Apollo 11“-Mission der US-Raumfahrtbehörde Nasa erfolgreich zum Abschluss.

Mit Hubschraubern und Rettungsbooten befreiten Spezialkräfte der US-Luftwaffe die drei Astronauten und brachten sie auf den Flugzeugträger USS Hornet, wo US-Präsident Richard Nixon sie in Empfang nahm. Er konnte allerdings nur durch ein Fenster mit ihnen sprechen, denn die Männer wurden aus Angst vor möglicherweise vom Mond mitgebrachten Krankheitserregern sofort in einen Quarantäne-Raum gebracht.

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Insgesamt 21 Tage mussten sie in Quarantäne bleiben, zusammen mit zahlreichen Mäusen, wie sich Astronaut Collins jüngst in einem Beitrag des TV-Senders Fox erinnerte. „Wir hatten eine große Kolonie weißer Mäuse. Wir drei waren beim Mond gewesen – das war entweder ein nationaler oder internationaler Triumph, oder ein totales Desaster je nach Zustand der weißen Mäuse. Wenn sie überlebten, war alles gut.“

Die Mäuse zeigten keinerlei Symptome der Ansteckung und so konnten die Astronauten am 10. August 1969 die Quarantäne verlassen und wurden danach unter anderem mit einer Konfetti-Parade in New York gefeiert. dpa