Archivierter Artikel vom 04.12.2013, 14:48 Uhr
Deutschland

Schnee und Sturm: Deutscher Wetterdienst warnt vor Tief Xaver

Ein ungebetener Gast wird Deutschland am Donnerstag und Freitag einen Besuch abstatten: Tief Xaver macht sich vom Seegebiet zwischen Neufundland und Grönland auf den Weg und erreicht als Orkantief im Laufe des Donnerstagmorgens die Nordseeküste.

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Das Orkantief «Xaver» wird nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes voraussichtlich in Schleswig-Holstein am stärksten wüten. Karte:
Das Orkantief «Xaver» wird nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes voraussichtlich in Schleswig-Holstein am stärksten wüten. Karte:
Foto: Deutscher Wetterdienst

Laut dem Deutschen Wetterdienst verstärken sich im Laufe des Tages die Böen an der Küste von Nord- und Ostsee sowie dem angrenzenden Binnenland bis Orkanstärke mit Geschwindigkeiten von 120 bis 130 Stundenkilometern. Im Bereich der nordfriesischen Inseln muss zeitweise sogar mit extremen Orkanböen über 140 Stundenkilometern gerechnet werden. Wie der Deutsche Wetterdienst berichtet, können bis in die nördliche Mitte von Deutschland teils orkanartigen Böen beziehungsweise Sturmböen auftreten.

Auch im Süden Deutschlands wird es vermutlich turbulent. In den Niederungen kommt es voraussichtlich zu stürmischen Böen, in den Hochlagen allerdings auch zu schweren Sturmböen, auf den Kamm- und Gipfellagen teils zu Orkanböen. Den Höhepunkt des Orkans erwarten Experten des Deutschen Wetterdienstes im Bereich der Nordseeküste am Donnerstagabend, an der Ostsee in der Nacht zum Freitag beziehungsweise Freitagmorgen. Danach soll die Windstärke langsam aber stetig zurückgehen.

Tief Xaver bringt aber nicht nur Sturm mit nach Deutschland, sondern hat auch Polarluft mit im Gepäck. Dadurch gehen die meist schauerartigen Niederschläge im Laufe des Freitags voraussichtlich bis in die Niederungen in Schnee über. Die Schneemengen werden wohl meist zwischen 2 und 5 Zentimeter liegen. Bei intensiveren und häufigeren Schauern können aber auch 10 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen. Dabei kann es insbesondere oberhalb von 600 Meter durch das Zusammenspiel von Wind und Schnee teils zu starken Schneeverwehungen kommen.

Deutscher Wetterdienst