Archivierter Artikel vom 09.09.2014, 15:24 Uhr
Lausanne

Rehabilitation von Schumacher wird zu Hause fortgesetzt

Die Rehabilitation von Michael Schumacher wird ab sofort zu Hause fortgesetzt. Das teilte das Management des Formel-1-Rekordweltmeisters mit. Schumacher war bei einem Ski-Unfall Ende 2013 schwer verletzt worden.

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Nach dem folgenreichen Sturz von Schumacher im Skigebiet oberhalb von Méribel in Frankreich seien die «sehr» ernsten Verletzungen immer noch schwer zu begreifen. «Auch weil es eine so banale Situation war, in der Michael verunglückte, nachdem er zuvor so viele brenzlige Situationen überstanden hatte», erklärte Schumachers Familie im März.

Schließlich kam der Rekordweltmeister in fast zwei Jahrzehnten und mehr als 300 Rennen in der Formel 1 fast immer unbeschadet davon. Bei seinem schwersten Unfall 1999 in Silverstone hatte sich Schumacher im Ferrari einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen.

Schumacher habe «in den vergangenen Wochen und Monaten der Schwere seiner Verletzung entsprechend Fortschritte gemacht, aber es liegt weiterhin ein langer und harter Weg vor ihm», hieß es in der Mitteilung von Schumachers Managerin Sabine Kehm. «Beim gesamten Team des CHUV Lausanne möchten wir uns für die intensive und kompetente Arbeit herzlich bedanken.» Kehm bat in der Mitteilung «auch weiterhin darum, die Privatsphäre der Familie Schumacher zu respektieren und auch von Spekulationen über Michaels Gesundheitszustand abzusehen».

In Méribel hatte Schumacher eigentlich mit Freunden und Familie wieder zusammen Silvester und seinen 45. Geburtstag am 3. Januar feien wollen. Bei seinem Sturz hatte er aber die Kontrolle verloren, nachdem er über einen nicht sichtbaren Felsen gefahren war. Danach war Schumacher mit dem Kopf auf einen anderen Felsen geprallt und hatte sich ein schweres Schädel-Hirntrauma zugezogen.

Zu schnell war Schumacher dabei nicht unterwegs gewesen, hatten die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft von Albertville ergeben. Ein Fremdverschulden lag auch nicht vor.

Unmittelbar nach seiner Einlieferung in das Universitätskrankenhaus von Grenoble mussten die Ärzte Schumacher notoperieren. Ein weiterer Eingriff an Schumachers Kopf am zweiten Abend nach dem Sturz folgte, Lebensgefahr bestand weiterhin. Über eventuelle weitere Eingriffe wurde offiziell nichts bekannt. Eine Lungenentzündung, wie sie bei Komapatienten häufig vorkommt, überstand Schumacher auch. Mit der Familie leiden auch Freunde, (Ex-)Kollegen und Fans weltweit.