Archivierter Artikel vom 04.03.2014, 16:53 Uhr
Moskau/Kiew

Krim Krise: Russland verstärkt seine Drohungen und feuert Testrakete ab

Russland verleiht seinen Drohungen gegenüber der Ukraine Nachdruck und feuert eine Interkontinental-Rakete ab, wie Spiegel Online berichtet. Das russiche Verteidigungsministerium gab die Maßnahme bekannt.

Russlands Präsident Putin. Foto: dpa
Russlands Präsident Putin.
Foto: dpa

Weiter heißt es, dass die USA über den Test informiert wurden. Bei Spiegel Online heißt es weiter, dass die Interkontinentalrakete im Ernstfall eine Reichweite von 10.500 Kilometer hat und nukleare Sprengköpfe tragen könne. In diesem Fall feuerte Russland die Rakete 450 Kilometer östlich der ukrainischen Grente ab. Letztendlich eingeschlagen ist die Rakete in Kasachstan.

US-Präsident Barack Obama hatte zuvor erklärt, dass sich Russland durch sein Vorgehen in der Krim-Krise von seinen Nachbarländern isoliert. Moskaus Handeln sei kein Zeichen von Stärke, sondern schüre bei Staaten in der Region tiefe Sorgen und Misstrauen, sagte Obam. Wegen der russischen „Einmischung“ würden viele Länder auf Distanz zu Moskau gehen. Obama zeigte sich überzeugt, dass Russland gegen internationales Recht verstoßen habe. Es gebe jedoch Berichte, dass Putin innehalte und die Sache reflektiere.

Kurz zuvor hatte US-Außenminister John Kerry Russland zur Deeskalation in der Krise aufgerufen. Der Kreml müsse seine Truppen wieder zurück in die Kasernen rufen, sagte Kerry in Kiew. Sonst bleibe den USA und ihren Partnern keine andere Wahl, als Russland „politisch, diplomatisch und wirtschaftlich zu isolieren“. Die USA beschuldigen den Kreml, mit Tausenden Soldaten die zur Ukraine gehörende Halbinsel besetzt zu haben. Russlands Präsident Wladimir Putin bestreitet dies. Nach russischer Darstellung handelt es sich um „Selbstverteidigungskräfte“.