Archivierter Artikel vom 15.03.2016, 18:42 Uhr
Gießen

Gestohlene Bank-Million wieder da – Verdächtiger gibt Tipp

Wochenlang fahnden die Ermittler nach den verschwundenen Geldscheinen. Auch dann noch, als sie einen Beschuldigten festnehmen können. Der zeigt sich schließlich einsichtig.

500-Euro-Scheine (Symbolbild)
500-Euro-Scheine (Symbolbild)
Foto: dpa
Rund zwei Monate nach ihrem Verschwinden sind die gestohlenen 1,3 Millionen Euro einer Gießener Bank wieder aufgetaucht. Der größte Teil des Geldes sei am Montagabend bei einer Verwandten des Verdächtigen sichergestellt worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Das Versteck habe der Beschuldigte, ein langjähriger Bankmitarbeiter, über seine Verteidiger verraten. Die Verwandte habe aber nichts mit der Tat zu tun, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Gießen, Thomas Hauburger. Der Verdächtige habe das Geld unter einem Vorwand in einem ungenutzten Zimmer deponiert.
„Nur“ 15.000 Euro fehlen noch

Die Ermittler entdeckten demnach die fast 1,3 Millionen Euro Bargeld in zwei kleinen feuerfesten und wasserdichten Dokumentenkoffern. Diese seien am selben Abend der Bank übergeben worden. Die Ermittler müssen allerdings noch herausfinden, wo sich die restlichen 15.000 Euro befinden. Das gehöre ebenso zu den weiteren Ermittlungen wie die Klärung des Tatmotivs, sagte Hauburger.

Der Angestellte soll das Geld Anfang Januar aus der Gießener Zentrale der Volksbank Mittelhessen, der zehntgrößten Genossenschaftsbank in Deutschland, gestohlen haben. Die Scheine lagen der Bank zufolge in einem nicht-öffentlichen Bereich bereit für den Abtransport in die Filialen. Den ersten Ermittlungen zufolge verbarg der Mann das Geld, das in kleinen Päckchen verschweißt gewesen war, unter seiner Jacke.

Verdächtiger ist wieder frei

Der Verdächtige wurde bereits vergangene Woche festgenommen und kam in Untersuchungshaft. Zunächst bestritt er die Tat. Mittlerweile sei er aber geständig, sagte Hauburger. Der Mann kam wieder auf freien Fuß, da den Ermittlern zufolge keine Fluchtgefahr mehr besteht. Die Bank reagierte mit Erleichterung auf die Aufklärung des Falls. Man sei den Ermittlern sehr dankbar, teilte sie mit.

dpa