Co-Pilot soll Absturz absichtlich eingeleitet haben - Durchsuchung in Montabaur [5. Update]
Montabaur/Marseille
Co-Pilot soll Absturz absichtlich eingeleitet haben - Durchsuchung in Montabaur [5. Update]
In Marseille Staatsanwalt Brice Robin weiter: «Es sieht so aus, als habe der Copilot das Flugzeug vorsätztlich zum Absturz gebracht und so zerstört». Der Pilot sei auf die Toilette gegangen; der Co-Pilot habe das Kommando gehabt und am Flight-Monitoring gespielt. Airbus Industrie. dpa
Montabaur/Marseille. Die Absturz-Katastrophe in den französischen Alpen war laut französischer Staatsanwaltschaft willentlich herbeigeführt. Der Co-Pilot aus Montabaur soll seinen Kollegen aus dem Cockpit ausgesperrt und den tödlichen Sinkflug bewusst eingeleitet haben. Das sagte der Marseiller Staatsanwalt Brice Robin.
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Nach Auswertung der Sprachbox ist Robin sicher: Der Co-Pilot aus Montabaur im Westerwald habe das Kommando gehabt und am Flight-Monitoring gespielt – mit Absicht. Das „Spielen“ am Flight-Monitoring könne nur absichtlich geschehen sein, sagte der Staatsanwalt. Der Copilot könne den Sinkflug nur vorsätzlich eingleitet haben.
In Marseille Staatsanwalt Brice Robin weiter: «Es sieht so aus, als habe der Copilot das Flugzeug vorsätztlich zum Absturz gebracht und so zerstört». Er sei allein im Cockpit gewesen. Es habe überhaupt keine Notfallmeldung gegeben. Kein Notsignal, kein „Mayday“-Ruf an den Tower.
Der schreckliche Verdacht hat sich am 3. April 2015 bestätigt: Der Flugdatenschreiber des Germanwings-Todesfluges liefert weitere Indizien dafür, dass der Copilot Andreas L. die Maschine über Südfrankreich mit voller Absicht abstürzen ließ. Foto: BEA dpanitf3. dpa/BEA
In der Kathedrale der Gemeinde Digne-les-Bains brannten am Samstag, 28. März 2015, 150 Kerzen zur Erinnerung an die Toten. In dem voll besetzten romanischen Bau versammelten sich mehrere Hundert Menschen zur Andacht. Digne-les-Bains liegt nur wenige Kilometer von der Stelle entfernt, wo der Germanwings-Airbus am Dienstag abgestürzt war. Foto: Daniel Naupold Daniel Naupold
Für die Opfer des Flugzeugabsturzes wurden bei einer Trauerfeier 150 Kerzen angezündet. Foto: Guillaume Horcajuelo Guillaume Horcajuelo
Blumen liegen vor einer Gedenktafel in Le Vernet, für die Opfer der Flugkatastrophe. Am Absturzort des Germanwings-Flugzeugs in den französischen Alpen haben Bergungskräfte am Samstag, 28. März, ihre Arbeit fortgesetzt.
Guillaume Horcajuelo
Angehörige der Opfer legen Blumen am Denkmal in Le Vernet nieder. Foto: Guillaume Horcajuelo, EPA/dpa Guillaume Horcajuelo
Eine Lufthansa-Sprecherin bestätigte am Freitagabend, 27. März 2015, einen «Tagesspiegel»-Bericht, wonach der Konzern den Angehörigen der Opfer eine Soforthilfe zahlen will. «Lufthansa zahlt bis zu 50 000 Euro pro Passagier zur Deckung unmittelbarer Ausgaben», zitierte die Zeitung einen Germanwings-Sprecher. In der Nähe der Absturzstelle in Frankreich eröffnet Germanwings am Samstag ein Betreuungszentrum für Angehörige. Boris Roessler. dpa
Weiter geht's: Auch am Freitagmorgen haben sich zahlreiche Journalisten für Dreharbeiten vor dem Elternhaus von Andreas L. in Montabaur versammelt. Foto: Sascha Ditscher Sascha Ditscher
Die Polizei hat auch die Durchsuchung der Düsseldorfer Wohnung des Germanwings-Copiloten am Donnerstagabend beendet. Die Aktion dauerte etwa vier Stunden. Gegen 21 Uhr verließen Beamte mit Umzugkartons das Haus am Düsseldorfer Stadtrand, in dem der 27-jährige Co-Pilot wohnte. Grundlage der Durchsuchung war ein Ersuchen der französischen Justiz. Foto: dpa dpa
Am Donnerstagabend gegen 21 Uhr verlassen Ermittler das Wohnhaus in Montabaur, in dem der Co-Pilot Andreas L. mit seinen Eltern gewohnt hat. Die Beamten nehmen ein Rechner, gefunden im Haus, zur Untersuchung mit ins Büro. Sascha Ditscher
Nicht nur zwei blaue Säcke tragen die Ermittler nach draußen. Foto: Sascha Ditscher Sascha Ditscher
Auch ein Karton ist dabei. Über den Inhalt gibt es (noch) keine Informationen. Foto: Sascha Ditscher Sascha Ditscher
Anwohner zünden am Donnerstag kurz vor 19 Uhr vor dem Elternhaus von Andreas L. eine Grabkerze an. Foto: S. Ditscher Sascha Ditscher
Eine Kerze leuchtet vor dem Elternhaus des Co-Piloten Andreas L. in Montabaur. Foto: Sascha Ditscher Sascha Ditscher
Weitere Ermittler, die per Hubschrauber in Montabaur eingeflogen wurden, betreten am Donnerstag kurz vor 17 Uhr das Elternhaus des Co-Piloten, der das Flugzeugunglück in Südfrankreich absichtlich verursacht haben soll. Foto: S. Ditscher Sascha Ditscher
In das Haus im rheinland-pfälzischen Montabaur gingen mehrere Ermittler hinein. Einer hatte einen Karton dabei. Foto: S. Ditscher Sascha Ditscher
Der Co-Pilot Andreas L. aus Montabaur steht im Verdacht, die Germanwings-Maschine mit weiteren 149 Menschen an Bord vorsätzlich zum Absturz gebracht zu haben. Foto: S. Ditscher Sascha Ditscher
Polizisten stehen am Donnerstag in Montabaur. In der Stadt soll der Co-Pilot, der das Flugzeugunglück in Südfrankreich mit 150 Toten verursacht haben soll, bei seinen Eltern im Haus gewohnt haben. Foto: Ditscher Sascha Ditscher
Ein Schild am Flughafen des Luftsportclubs Westerwald (LSC) - hier war Andreas L. über viele Jahre Mitglied. Foto: dpa dpa
Bereits als Jugendlicher war Andreas L. aus Montabaur Mitglied im örtlichen Luftsportclub (Bild). "Er begann als Segelflugschüler und schaffte es bis zum Airbus A320-Piloten", schrieb der Verein in einem Nachruf. Foto: Sascha Ditscher Sascha Ditscher
Der 28 Jahre alte Copilot der verunglückten Germanwings-Maschine, der das Unglück laut französischer Staatsanwaltschaft verschuldet haben soll, soll bei seinen Eltern in Montabaur (Westerwald) gewohnt haben. dpa
In Marseille Staatsanwalt Brice Robin weiter: «Es sieht so aus, als habe der Copilot das Flugzeug vorsätztlich zum Absturz gebracht und so zerstört». Der Pilot sei auf die Toilette gegangen; der Co-Pilot habe das Kommando gehabt und am Flight-Monitoring gespielt. Airbus Industrie. dpa
Der Chef der Bergrettungskräfte, Olivier Cousin: «Die Arbeit ist extrem schwierig, das Gelände ist gefährlich. Es ist steil und rutschig.» dpa
Ein «New York Times»-Bericht sorgt für Spekulationen über 4U 9525. Frank Christiansen. dpa
Auch Benedikt Höwedes trauert um die Opfer des Flugzeugabsturzes. Foto: Uwe Anspach Uwe Anspach. dpa
Ein Hubschrauber kreist über Wrackteilen des verunglückten Airbus A320 in den französischen Alpen. Guillaume Horcajuelo. dpa
Der Brunnen auf dem Westerburger Marktplatz hat sich zur Gedenkstelle für die Westerwälder Opfer des Flugzeugabsturzes entwickelt. Viele Menschen legen dort Blumen nieder und stellen Kerzen auf. Foto: Sascha Ditscher Sascha Ditscher
Kondolenz im Dom: Berlins regierender Bürgermeister Müller trauert mit den Angehörigen der Opfer des Flugzeugabsturzes. Foto: Felix Zahn Felix Zahn. dpa
Helfer bauen Zelte für die geborgenen Leichen auf. Foto: Alberto Estevez Alberto Estevez. dpa
Mitarbeiterinnen von Germanwings stehen während einer Schweigeminute vor der Unternehmenszentrale in Köln zusammen. Foto: Marius Becker Marius Becker. dpa
Trauerflor an einer Lufthansa-Flagge in Frankfurt am Main. Foto: Boris Roessler Boris Roessler. dpa
Nach dem Absturz in Frankreich trauert die Kleinstadt Haltern um ihre Opfer. 16 Schüler und 2 Lehrerinnen sind von einer Austauschreise nicht zurückgekehrt. Foto: Maja Hitij Maja Hitij. dpa
Einige Germanwings-Besatzungen sind wegen der Trauer und Betroffenheit nicht einsatzbereit. Foto: Julian Stratenschulte Julian Stratenschulte. dpa
Auf Halbmast: Die Flaggen Aragoniens, Spaniens und der EU nach dem Absturz der Germanwings-Maschine. Foto: Javier Belver Javier Belver. dpa
Grablichter mit der Flugnummer «4U9525» stehen vor der Zentrale von Germanwings in Köln. Davor liegen Anstecker von Condor, Air Berlin und Lufthansa. Foto: Marius Becker Marius Becker. dpa
Hubschrauber der Gendarmerie über Seyne-Les-Alpes. Foto: Peter Kneffel Peter Kneffel. dpa
Ein Hubschrauber der Gendarmerie startet zur Absturzstelle. Foto: Peter Kneffel Peter Kneffel. dpa
Auch Rheinland-Pfälzer unter den Opfern des Absturzes. Foto: Peter Kneffel Peter Kneffel. dpa
Ein rund 65 Mann starker Bergungstrupp brach zu Fuß in das unwegsame Gebiet an der Absturzstelle auf. Foto: Alessandro Vecchi Alessandro Vecchi. dpa
Nach dem Aufprall ist die Gemanwings-Maschine in kleinste Trümmer zerbrochen. Foto: Thomas Koehler/photothek.net/Auswärtiges Amt Thomas Koehler/photothek.net/Auswärtiges Amt. dpa
Journalisten warten am frühen Mittwochmorgen im Ort Seyne-les-Alpes auf den Sonnenaufgang - und auf neue Informationen von der Absturzstelle. dpa
Feuerwehrleute und Journalisten in Seyne-les-Alpes. Foto: Peter Kneffel Peter Kneffel. dpa
Ein Helikopter fliegt über eine Stelle,Absturzstelle an der Helfer neben Wrackteilen arbeiten, nach dem Absturz einer Maschine vom Typ Airbus A320 der Fluggesellschaft Germanwings bei Seyne in den Bergen der Provence, Südfrankreich. dpa
Fachleute wollen prüfen, ob das Flugzeug möglicherweise in der Luft auseinandergebrochen ist. Foto: Alessandro Vecchi Alessandro Vecchi. dpa
Ein Hubschrauber der französischen Armee wird für Bergungsarbeiten eingesetzt. Foto: Sebastien Nogier Sebastien Nogier. dpa
Wrackteile und Trümmer liegen an einem Berghang nach dem Absturz einer Maschine vom Typ Airbus A320 der Fluggesellschaft Germanwings bei Seyne in den Bergen der Provence, Frankreich. dpa
Angehörige der französischen Gendarmerie in Seyne les Alpes, nahe der Absturzstelle im Südosten Frankreichs. dpa
Schülerinnen stehen vor dem Joseph- König- Gymnasium in Haltern am See (Nordrhein- Westfalen) vor Kerzen. dpa
Ein Mitarbeiter des Flughafen Care Teams kümmert sich um Angehörige. DPA
Bundesaußenminister Frank- Walter Steinmeier (r, SPD) und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (l, CSU) sitzen am 24. 03. 2015 auf dem militärischen Teil des Flughafen Tegel in einer Maschine der Flugbereitschaft der Bundeswehr, um nach Frankreich in die Gegend um den Flugzeugabsturz zu fliegen.
dpa
Auf Anzeigetafel des Flughafen in Düsseldorf ist der abgestürzte Germanwings-Flug 9525 aus Barcelona verzeichnet. Der Airbus A320 war nach Angaben der Deutschen Flugsicherung auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf, als das Unglück geschah. Demnach waren 142 Passagiere an Bord. Foto: Frank Christiansen/dpa Frank Christiansen/dpa
Bei dem in Frankreich abgestürzten Airbus A320 handelt es sich um diese Germanwings-Maschine mit der Registrierung D-AIPX. Das Flugzeug ist am Dienstag, 24. März 2015, auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf gewesen, als das Unglück passierte. 142 Passagiere waren an Bord. Foto: Dominik Günther/dpa Dominik Günther/dpa
Bei dem Absturz hat es wahrscheinlich zahlreiche deutsche Opfer gegeben. Es sei «möglich, dass es viele deutsche Opfer gebe», zitierte die Zeitung «Le Figaro» am Dienstagvormittag Präsident Hollande. Foto: Ian Langsdon, EPA/dpa/Archiv Ian Langsdon, EPA/dpa/Archiv
Die EU-Kommission hat sich am Dienstagvormittag zu dem Absturz der Germanwings-Maschine geäußert. EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc sagte: «Unsere Gedanken sind bei den Menschen an Bord und ihren Angehörigen.» Foto: Igor Kupljenik/dpa Igor Kupljenik/dpa
Karte zum Absturz eines Germanwings-Airbus A320 in Frankreich. Foto: dpa dpa
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sitzt am Dienstagmittag im Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amts in Berlin neben dem Leiter des Krisenstabes, Walter Hassmann, und informiert sich über den Flugzeugabsturz in Frankreich. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa Bernd von Jutrczenka/dpa
Die Zentrale der Fluglinie Germanwings in Köln (Nordrhein-Westfalen). Ein Airbus A320 der Fluggesellschaft ist über Südfrankreich abgestürzt. Foto: Marius Becker/dpa Marius Becker/dpa
Mitarbeiter des Flughafen Care Teams stehen am Dienstagnachmittag in Düsseldorf im Terminal des Flughafens. Die Notfallseelsorger kümmern sich um Angehörige der abgestürzten Passagiere. Foto: Oliver Berg/dpa Oliver Berg/dpa
Mitarbeiter des Flughafen Care Teams kümmern sich um Angehörige der abgestürzten Passagiere. Foto: Oliver Berg/dpa Oliver Berg/dpa
Ein Polizist geleitet am Dienstagnachmittag einen Angehörigen durch den Flughafen und schützt diesen mit seiner Polizeimütze vor Blicken. Foto: Oliver Berg/dpa Oliver Berg/dpa
Fahrzeuge verschiedener Medien stehen vor dem Flughafen in Düsseldorf - und berichten. Foto: dpa dpa
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Während der ersten 20 Minuten gab es eine normale Kommunikation zwischen den beiden Piloten. Das sagte Staatsanwalt Brice Robin weiter. «Unsere wohl plausibelste Deutung geht dahin, dass der Copilot durch vorsätzliche Enthaltung verhindert hat, die Tür zu öffnen.» So habe der Pilot nicht mehr ins Cockpit gelangen können.
«Ich kann nur wiederholen, dass der Co-Pilot den Sinkflug mit Vorsatz eingeleitet hat», sagte der Staatsanwalt. Es habe keine Veranlassung für ihn gegeben, das zu tun. Er habe keine Veranlassung gehabt, dem Piloten den Zugang zu verweigern. Er habe keinerlei Veranlassung, nicht auf Ansprache des Towers zu reagieren.
Der Code an der Cockpit-Tür der Unglücksmaschine war nach Angaben des Staatsanwalts kein Code zum Öffnen, sondern einer, mit dem sich der jeweils Zugangsberechtigte identifiziert. Die Tür verriegele sich ganz automatisch und werde dann von innen geöffnet. «Es gibt nach meinem Wissen keine Videokamera zur Beobachtung des Co-Piloten.»
Schreie der Passagiere erst in den letzten Sekunden auf Band zu hören
«Das ist ein kompliziertes Katastrophen-Szenario», sagte der Staatsanwalt. Den 144 Passagieren sei wahrscheinlich erst ganz am Schluss klar geworden, dass der Crash bevorgestanden habe. Erst in den allerletzten Augenblicken.
«Die Schreie der Passagiere hören wir erst in den letzten Sekunden auf dem Band», erklärten die Ermittler. Der Co-Pilot habe kein Wort gesprochen, es seien nur Atemgeräusche zu hören gewesen.
Brice Robin fasst zusammen: Das Verhalten des Co-Piloten kann man so werten, dass er den Willen gehabt habe, das Flugzeug zu zerstören, sagte der Staatsanwalt. Die Crew und der ausgesperrte Kapitän hätten in den letzten Minuten des Fluges gegen die Cockpit-Tür gehämmert.
In Marseille Staatsanwalt Brice Robin weiter: «Es sieht so aus, als habe der Copilot das Flugzeug vorsätztlich zum Absturz gebracht und so zerstört». Der Pilot sei auf die Toilette gegangen; der Co-Pilot habe das Kommando gehabt und am Flight-Monitoring gespielt. Airbus Industrie. dpa
„Absichtliche Aktion des Co-Piloten“
„Das ist eine absichtliche Aktion des Copiloten“, zitiert das französische Justizministerium von der Pressekonferenz. «Das ist kein kurzfristiger Sinkflug, das ist wie ein Landeanflug. Aber in der Nähe gibt es gar keinen Flughafen, auf dem ein Airbus landen könnte», erklärten die Ermittler.
Der Co-Pilot sei nicht als Terrorist erfasst, sagte Brice Robin. Sein Name wurde mit Andreas L. angegeben. Die Angehörigen seien über alle Erkenntnisse informiert worden.
Brice Robin: «Die Familien des Piloten und des Co-Piloten sind auch hier angekommen. Aber wir haben sie nicht mit den anderen Familien zusammengebracht.»
Nach den derzeitigen Ermittlungen gebe es keinen Hinweis auf einen terroristischen Anschlag, erklärten die Ermittler.
In den letzten acht Minuten vor dem Zerschellen der Maschine gab es laut den Ermittlern zahlreiche Ansprachen vom Tower in Marseille, aber keine Antworten aus dem Flugzeug.
Der Co-Pilot war wohl Mitglied des Fliegervereins LSC Westerwald – der Verein schaltete bereits vor der Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft eine Traueranzeige auf seiner Webseite. „Er konnte sich seinen Traum erfüllen, den Traum, den er jetzt so teuer mit seinem Leben bezahlte“, heißt es darin.
[1. Update:] In der Heimatstadt des Copiloten hat die Nachricht, dass der 28-Jährige den Germanwings-Airbus mit 150 Menschen an Bord offensichtlich mit Absicht in die Katastrophe gesteuert hat, große Bestürzung ausgelöst. Eine Nachbarin im rheinland-pfälzischen Montabaur sagte der dpa: „Das kam für mich wie ein Schlag ins Gesicht. Das kann man sich gar nicht vorstellen. Das ist tragisch.“ Sie habe keinen Kontakt zu dem Copiloten gehabt. „Aber wenn es Nachbarn sind, berührt es einen ganz besonders, egal wie gut man sich kennt. Ich denke ständig daran.“
[2. Update:] Die Polizei hat in der Straße, die zum Elternhaus des Mannes führt, Einsatzfahrzeuge quergestellt, um Autos an der Durchfahrt zu hindern. In der Gegend sind mehrere Kamerateams unterwegs und versuchen, mit Nachbarn zu sprechen. Die Bewohner der Straße haben sich jedoch in ihre Häuser zurückgezogen. Einige schauten hinter Gardinen oder halb heruntergelassenen Läden nach draußen.
[3. Update:] „Hat uns der Tod von 150 Menschen zutiefst betroffen gemacht, lässt uns diese wohl ganz bewusst geplante Katastrophe ratlos und sprachlos zurück“, erklärte CDU-Landeschefin Julia Klöckner. „Wenn sich jemand das Leben nimmt, ist das tragisch. Andere mitzureißen, deren Angehörige unendlich verzweifelt zurückzulassen, das ist grausam“, schrieb sie im Kurzmitteilungsdienst Twitter.
[4. Update:] Ein Sprecher des Westerwaldkreises in Montabaur sprach von einer großen Tragik. Es hätten schon viele Medien angerufen, „auch aus Spanien und Frankreich: Ob der Copilot bekannt sei, weshalb, warum?“
[5. Update:] Ermittler haben nach dpa-Informationen die Durchsuchung der beiden Wohnsitze des Copiloten im Fall der abgestürzten Germanwings-Maschine vorbereitet. Sowohl vor seinem Elternhaus in Montabaur im Westerwald als auch vor seiner Wohnung am Stadtrand von Düsseldorf war am Donnerstag die Polizei aufgezogen. In das Haus im rheinland-pfälzischen Montabaur gingen mehrere Ermittler hinein. Einer hatte einen Karton dabei.
Weitere Ermittler, die per Hubschrauber in Montabaur eingeflogen wurden, betreten am Donnerstag kurz vor 17 Uhr das Elternhaus des Co-Piloten, der das Flugzeugunglück in Südfrankreich absichtlich verursacht haben soll. Foto: S. Ditscher Sascha Ditscher
In das Haus im rheinland-pfälzischen Montabaur gingen mehrere Ermittler hinein. Einer hatte einen Karton dabei. Foto: S. Ditscher Sascha Ditscher
Der Co-Pilot Andreas L. aus Montabaur steht im Verdacht, die Germanwings-Maschine mit weiteren 149 Menschen an Bord vorsätzlich zum Absturz gebracht zu haben. Foto: S. Ditscher Sascha Ditscher
Sowohl vor seinem Elternhaus in Montabaur (Bild) im Westerwald als auch vor seiner Wohnung am Stadtrand von Düsseldorf war am Donnerstag die Polizei aufgezogen. Foto: S. Ditscher Sascha Ditscher