Archivierter Artikel vom 08.06.2010, 17:53 Uhr
Washington

Blitz erschlägt junge Frau kurz vor der Verlobung

Statt Tag des Glücks ein Tag der Trauer: Eine junge Frau ist im US-Staat North Carolina Minuten vor ihrer Verlobung vom Blitz erschlagen worden. Nach örtlichen Medienberichten wollte der 30-jährige Richard Butler seine fünf Jahre jüngere Bethany mit dem Heiratsantrag überraschen und hatte sie dazu auf einen Hügel eingeladen.

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Washington – Statt Tag des Glücks ein Tag der Trauer: Eine junge Frau ist im US-Staat North Carolina Minuten vor ihrer Verlobung vom Blitz erschlagen worden. Nach örtlichen Medienberichten wollte der 30-jährige Richard Butler seine fünf Jahre jüngere Bethany mit dem Heiratsantrag überraschen. Er lud sie zu einem romantischen Spaziergang auf einen Hügel bei Asheville ein, der zu ihren Lieblingsausflugszielen gehörte. „Der eigentliche Grund war, dass ich einen Ring in meiner Tasche hatte und sie fragen wollte, ob sie mich heiraten will“, zitierte „citizen-times.com“ den Bräutigam in spe. Er selbst habe Verbrennungen zweiten Grades erlitten, aber davon selbst kaum Notiz genommen.

Am Unglückstag, dem vergangenen Freitag, hatte es in der Gegend bereits mehrere Male gewittert, bevor sich das Paar auf den Weg machte. Dennoch, so beschrieb es der junge Mann später, kam der tödliche Blitz sozusagen aus heiterem Himmel. Beide hatten das Ende des Regens im Auto abgewartet und waren dann zu dem Hügel gegangen.

Dann habe es drei Blitze gegeben, von denen der dritte sie wohl getroffen habe. Ihn schleuderte es einige Meter, danach fühlten sich seine Beine wie Pudding an, seine Schuhe rauchten. „Sie sagte nichts, und ich drehte mich um, und sie lag ein paar Meter entfernt, und ich kroch zu ihr hin“, sagte Butler. „Ich versuchte sie wiederzubeleben, wahrscheinlich 15 Minuten lang, und die ganze Zeit habe ich versucht, mit ihrem Handy zu telefonieren, aber ich kam mit meinem Anruf nicht raus.“

Nur 30 Sekunden vor dem Blitzschlag, so erinnerte sich Butler voller Trauer, hatte sich Bethany Lott ihm noch zugewandt. „Sie sagte, mein, Gott, Baby, schau, wie schön es (hier) ist.“

Im Internet gibt es inzwischen einen Blog, den Richard Butler „Bethany Butler“ gewidmet hat und auf ihrer Facebookseite gepostet hat. „Ich habe sie hier so genannt, weil sie so davon geträumt hat, eines Tages so genannt zu werden.“ Der Blog beginnt mit den Worten, er sei der glücklichste Mensch auf Erden – weil er mit der wundervollsten Frau der Welt haben leben dürfen. Ihren Körper hat er verloren, schreibt er, aber ihr Geist sei immer bei ihm. „Deshalb bleibe ich der glücklichste Mensch auf Erden.“ (dpa/law)