Allensbach-Umfrage: SPD liegt jetzt vor CDU und CSU

Berlin/Maria Laach – Die SPD hat erstmals seit der Bundestagswahl die CDU/CSU klar überholt und könnte bei einer Wahl gemeinsam mit den Grünen auf eine parlamentarische Mehrheit hoffen. Das ergab die August-Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Mittwochausgabe).

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Berlin/Maria Laach – Die SPD hat erstmals seit der Bundestagswahl die CDU/CSU klar überholt und könnte bei einer Wahl gemeinsam mit den Grünen auf eine parlamentarische Mehrheit hoffen. Das ergab die August-Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Mittwochausgabe).

Der Umfrage zufolge liegt die SPD jetzt mit 32,0 Prozent um einen Prozentpunkt vor der Union mit 31,0 Prozent. Die Grünen lassen mit 17,0 Prozent die FDP mit 6,0 Prozent weit hinter sich. In den westlichen Bundesländern würden für die SPD sogar 33,0 Prozent der Wahlberechtigten stimmen, wenn schon am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre; hier kommt die Union auf 32,0 Prozent. In den östlichen Bundesländern liegen SPD und CDU der Umfrage zufolge gleichauf bei 26,5 Prozent.

Die Grünen kämen im Westen auf 18,5 Prozent, aber im Osten nur auf 10 Prozent. Die FDP ist im Westen mit 6,5 Prozent ebenfalls stärker als im Osten mit 5,0 Prozent. Für die Linkspartei ermittelten die Demoskopen dagegen 25 Prozent im Osten und 5,0 Prozent im Westen.

Rot-Grün wäre also nach der Allensbach-Umfrage im Westen mit zusammen 51,5 Prozent auch ohne die Linkspartei stärker als Schwarz- Gelb mit 38,5 Prozent. In Gesamtdeutschland würden SPD und Grüne zusammen 49,0 Prozent der Stimmen und damit eine parlamentarische Mehrheit erreichen. Union und FDP wären rechnerisch selbst mit der Linkspartei deutlich in der Minderheit.

Die CDU-Bundesvorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte unterdessen in Maria Laach am Rande der Klausurtagung der CDU-Landtagsfraktion, die rheinland-pfälzischen Christdemokraten seien für die Landtagswahl im März „gut aufgestellt“. Mit Spitzenkandidatin Julia Klöckner solle der Regierungswechsel gelingen. Sie sicherte die volle Unterstützung der Bundes-CDU für den Wahlkampf zu. Klöckner selbst hatte im Sommerinterview mit unserer Zeitung zu den schlechten Umfragewerten der jüngsten Zeit gesagt: „Rückenwind sieht anders aus.“ Gewählt werde aber nicht im September, sondern im März.