Archivierter Artikel vom 10.02.2014, 13:17 Uhr

ADAC: Präsident Peter Meyer tritt zurück

München (dpa). ADAC-Präsident Peter Meyer tritt zurück. Der 64-Jährige legte nach einem Skandal um Manipulationen beim ADAC-Autopreis „Gelber Engel“ mit sofortiger Wirkung sein Amt nieder, wie der ADAC Nordrhein am Montag mitteilte.

ADAC-Präsident Meyer
ADAC-Präsident Peter Meyer.
Foto: Jan-Philipp Strobel – DPA

Meyer war von 1999-2001 als 1. Vizepräsident und von 2001-2014 als Präsident im Präsidium des ADAC e.V. ehrenamtlich tätig. Er wurde zuletzt im Jahr 2013 auf der ADAC Hauptversammlung in Bielefeld einstimmig für weitere vier Jahre als Präsident gewählt.

„Die Arbeit und Verantwortung als Präsident ist gemäß der ADAC Satzung stets durch eine Beschlussfassung der Gremien geprägt“, erklärte Meyer. „Wenn die Gremien in Krisen eine Gefolgschaft nicht leisten, kann es keine strukturellen und unternehmenskulturellen Veränderungen im ADAC geben. Ich glaube dennoch an den vorgestellten 10-Punkte-Plan mit tiefgreifendem Reformprozess für den ADAC. Das Ziel muss die Rückgewinnung von Vertrauen und Kompetenz durch unseren Automobilclub sein, damit der Anspruch des ADAC, seinen Mitgliedern mit Hilfe, Schutz und Rat stets zur Seite zu stehen, auch weiterhin gewährleistet ist.“ Meyer weiter: „Für Fehler und Manipulationen von hauptamtlichen Führungskräften, denen gemäß ADAC Satzung (§ 20) die Besorgung der laufenden Geschäfte obliegt, möchte ich nicht länger alleine verantwortlich gemacht werden.“

Die in den vergangenen Tagen erfahrenen Angriffe und Diffamierungen seiner Person belasteten nicht nur den ADAC, sondern auch seine Familie. Die Entscheidung zur Demission wurde von ihm allein und sorgfältig überlegt gefällt.