Archivierter Artikel vom 27.03.2015, 03:02 Uhr

Absturz: Piloten zweifeln an Selbstmord-Theorie

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat vor vorschnellen Schlüssen aus den bisherigen Ermittlungsergebnissen zum Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen gewarnt.

Cockpit des Airbus A320
In Marseille Staatsanwalt Brice Robin weiter: «Es sieht so aus, als habe der Copilot das Flugzeug vorsätztlich zum Absturz gebracht und so zerstört». Der Pilot sei auf die Toilette gegangen; der Co-Pilot habe das Kommando gehabt und am Flight-Monitoring gespielt.
Foto: dpa

„Wir waren geschockt, als wir die neuen Erkenntnisse über den Absturz gehört haben. Allerdings handelt es sich hierbei um eine ersten Zwischenbericht. Viele Fragen sind noch offen“, sagte VC-Sprecher Jörg Handwerg dem Handelsblatt.

„Woran macht man beispielsweise fest, dass der Sinkflug vorsätzlich eingeleitet wurde?“, fragte Handwerg. „Aus unserer Sicht sind noch andere Möglichkeiten als Vorsatz denkbar. Selbst der Staatsanwalt hat nicht von Suizid gesprochen.“

So wisse man zum Beispiel noch nichts über den technischen Zustand des Flugzeugs. „Deshalb brauchen wir eine Auswertung des Flugdatenschreibers.“

r/msc