Archivierter Artikel vom 23.05.2022, 10:40 Uhr
Berlin

9-Euro-Monatsticket: Bahn und Verkehrsverbünde starten Verkauf

Der Verkauf des 9-Euro-Monatstickets hat begonnen. Es wird mit starker Nachfrage gerechnet – und dann aber auch mit einem entsprechenden Andrang der Fahrgäste.

Von dpa

Ein Mann hält ein 9-Euro-Ticket in der Hand, im Hintergrund fährt ein Zug der Deutschen Bahn vor der Bergkulisse des Wettersteingebirges vorbei (gestelltes Foto).
Ein Mann hält ein 9-Euro-Ticket in der Hand, im Hintergrund fährt ein Zug der Deutschen Bahn vor der Bergkulisse des Wettersteingebirges vorbei (gestelltes Foto).
Foto: picture alliance/dpa | Angelika Warmuth

Bei der Deutschen Bahn und bei zahlreichen Verkehrsverbünden in Deutschland hat am Montag der Verkauf der 9-Euro-Monatstickets begonnen.

Starke Nachfrage

Allein in den frühen Morgenstunden seien über die Kanäle der Bahn rund 50.000 Tickets verkauft worden, teilte ein Konzernsprecher mit. Am Morgen war die Seite aufgrund der hohen Nachfrage immer wieder überlastet. Auch über die Bahn-App DB-Navigator war das 9-Euro-Ticket am Montag erhältlich. Wer über die Handyapp eine Reise im Regionalverkehr buchte, stieß während des Prozesses auf das Angebot.

Umfrage
Werden Sie das 9-Euro-Ticket nutzen?

Die Deutsche Bahn und zahlreiche Verkehrsverbunde und -unternehmen beginnen an diesem Montag mit dem Verkauf des 9-Euro-Monatstickets. Einige Verkehrsunternehmen haben mit dem Verkauf schon vor einigen Tagen begonnen. Ab Juni kann damit bundesweit günstig der ÖPNV genutzt werden. Wir wollen von Ihnen wissen: Werden Sie das 9-Euro-Ticket nutzen?

Ja, ich werde davon sicher Gebrauch machen.
48%
923 Stimmen
Nein, ich habe nicht vor, es zu nutzen.
38%
728 Stimmen
Noch bin ich mir nicht sicher, ich werde es wahrscheinlich aber nutzen.
14%
276 Stimmen

Mit den Sondertickets können Fahrgäste im jeweils gültigen Monat für 9 Euro im Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) durch ganz Deutschland fahren. Die Monatskarten sind für Juni, Juli und August buchbar. Die Bundesregierung will Verbraucherinnen und Verbraucher angesichts der starken Inflation mit dem Angebot entlasten und zudem den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel attraktiver machen.

Wer bereits ein Monats- oder Jahresabo hat, soll sich um nichts weiter kümmern müssen. «Es werden automatisch Reduzierungen bei bestehenden Abos vorgenommen, so dass nur die neun Euro pro Monat anfallen», heißt es etwa beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg. Die Reduzierungen werden später auf das jeweilige Kundenkonto zurücküberwiesen.

Teil des Entlastungspakets

Die Billigtickets sind Teil der Entlastungspakete der Ampel-Koalition wegen der stark gestiegenen Energiepreise. Zugleich sollen sie eine große Schnupperaktion sein, um mehr Fahrgäste anzulocken und zum Umsteigen vom Auto zu ermuntern. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) sprach von einer Chance für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und klimafreundliche Mobilität.

Umfrage
Wie werden Sie das Ticket primär nutzen?

Für eine Dauer von drei Monaten soll mit den Tickets, die jeweils für einen Monat gelten, den Bürgerinnen und Bürgern der günstige Nahverkehr angeboten werden. Wir wollen von Ihnen wissen, für welchen Zweck Sie das Ticket nutzen möchten.

Ich werde das Ticket vornehmlich für berufliche Wege nutzen.
19%
9 Stimmen
Ich werde es primär für private Wege nutzen.
29%
14 Stimmen
Ich plane, damit Ausflüge zu machen.
52%
25 Stimmen

Nach dem am Freitag beschlossenen Gesetz stellt der Bund den Ländern unter anderem 2,5 Milliarden Euro bereit, um Einnahmeausfälle der Verkehrsanbieter auszugleichen. Von den Ländern hatte es zuvor Forderungen nach generell mehr Geld für den ÖPNV gegeben.

Umfrage
Wohin planen Sie mit dem 9-Euro-Ticket fahren?

Ab Juni kann mit dem 9-Euro-Ticket bundesweit günstig der ÖPNV genutzt werden. Wir wollen von Ihnen wissen, wohin Sie mit dem Ticket fahren möchten.

Ich werde mit dem Ticket die Region erkunden.
53%
28 Stimmen
Nach Sylt, ist doch klar!
19%
10 Stimmen
Ich möchte bundesweite Ausflüge machen.
28%
15 Stimmen

Bahn- und Busbetreiber und die Verkehrsverbünde stellen sich auf einen größeren Andrang von Fahrgästen ein – gerechnet wird vor allem an Wochenenden mit vollen Zügen zu Ausflugszielen.