Vulkan Ätna auf Sizilien spuckt wieder Feuer

Der mächtigste und aktivste Vulkan in Europa ist wieder ausgebrochen. Am Mittwoch gegen 21 Uhr stieß der Ätna erste Lavafontänen aus. Ein Lavastrom ergoss sich vom 3323 Meter hohen Berg auf Sizilien über den Hang in Richtung des Ortes Valle del Bove.

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Von der Nationalen Gesellschaft für Vulkanologie gibt es auch WebCams, die den Berg aus großer Entfernung zeigen. Auf Wärmebildern ist der Ausbruch zu sehen.
Foto: Screenshot

Der mächtigste und aktivste Vulkan in Europa ist wieder ausgebrochen. Am Mittwoch gegen 21 Uhr stieß der Ätna erste Lavafontänen aus. Ein Lavastrom ergoss sich vom 3323 Meter hohen Berg auf Sizilien über den Hang in Richtung des Ortes Valle del Bove.

Weil die Lava des Ätna, dessen Name so viel wie „brennend“ bedeutet, vergleichsweise dünnflüssig ist, können die Gase entweichen und der Vulkan bricht nicht mit heftigen Explosionen aus. Wie die Außenstelle des italienischen Institurs für Geologie und Vulkanologie berichtet, erreichten die seismischen Signale – kleine Beben durch aufsteigende Magma und Bewegung der Risse – am Morgen ihren vorläufigen Höhepunkt, seitdem wurdne die Beben schwächer.

Der 600.000 Jahre alte Vulkan bricht in vergleichweise kurzen Zeitabständen immer wieder aus. Im Jahr 44 vor Christus führte ein Ausbruch dazu, dass durch viel Asche in der Luft der Himmel verdunkelt wurden und Missernten im Mittelmeerraum auftraten. Diesmal hat der Vulkan nicht nennenswert Asche gespuckt.

Zufälllig Zeuge des Ausbruchs wurde auch der deutsche Kameramann Markus Belde. Er war noch nicht lange auf Sizilien, als der Berg losbrach. „Ich bin zum Drehen hier unten, habe aber zufällig gestern Abend nach der Landung zum Ätna hochgesehen und bemerkt, dass er ausbricht“, erklärte er unserer Zeitung. „Später am Abend wurde es heftiger.“ Als Belde das Drehen einstellte, beruhigte sich auch der Ätna wieder. „Heute liegt der Vulkan da, als wär nichts gewesen, nur der Schnee ist geschmolzen, dort wo der Lavastrom floss.“

Die Menschen in der Region hatten einen Ausbruch erwartet, so Belde. „Die sind aber alle sehr gelassen.“ Das Video von dem Ausbruch hat er bereits bei YouTube hochgeladen.