Archivierter Artikel vom 22.04.2014, 14:50 Uhr
New York

Vater der Mondlandefähre: John Houbolt gestorben

John Houbolt, der mit seinen Ideen die Mondlandung mit ermöglichte, ist tot. Obwohl viele Experten ihn in eine Reihe mit Raumfahrtgenie Wernher von Braun stellen, war Houbolts Name fast nur Fachleuten bekannt. Aber er hatte die Idee mit der Mondlandefähre gehabt…

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Als Anfang der sechziger Jahre das Mondlandeprojekt in Angriff genommen wurde, setzte sich der Ingenieur mit der Idee durch, die Astronauten mit einer eigenen Fähre auf dem Mond landen zu lassen.

Das scheinbar Kompliziertere war das Einfachere

Die meisten Experten hatten das als viel zu kompliziert erachtet: Das Apollo-Raumschiff musste dafür eine Kapsel mitführen, die landen und wieder selbstständig starten sollte. Anschließend musste es ein Rendevouz zwischen der Landefähre und Apollo geben. Der Weg Houbolts erwies sich als erfolgreich: Mehrfach klappte das erdachte Manöver tadellos.

Warum nicht mal im Kopfstand? Das Mondlandemodul (LEM) in Erprobung während des Apollo 9-Fluges. Foto: NASA

US-Ingenieur John C. Houbolt erläutert an einer Tafel sein Konzept eines «Rendezvous» zwischen der Landefähre und des Apollo-Raumschiffs.

NASA/dpa

Das Mondlandemodul von Apollo 11. Foto: NASA

Astronaut Edwin Aldrin baut eine seismische Mess-Station auf der Mondoberfläche auf. Foto: NASA

LEM-Pilot Edwin „Buzz“ Aldrin am Arbeitsplatz. Foto: NASA

Edwin Aldrin vor dem LEM. Foto: NASA

Rückflug des LEM zur Kapsel Apollo 11 im Mondorbit. Im Hintergrund der „Erdaufgang“. Foto: NASA

„Houbolt hat den entscheidenden Beitrag geleistet“, heißt es im Nachruf der Nasa. Seine Ideen hätten es ermöglicht, Menschen zum Mond und auch wieder nach Hause zu bringen. „Dr. John C. Houbolt wurde kaum bekannt, dabei war er so voller Ideen und Mut“, hieß es.

Houbolt starb bereits am Dienstag in einem Altersheim in Scarborough, Maine, wie die Nasa am Sonntag bestätigte. Er war 95 Jahre alt.

dpa